Die deutschen Handballerinnen mussten sich am 8. März 2025 erneut dem Weltmeister Frankreich geschlagen geben. In einem spannenden Testspiel in Besançon verloren die Spielerinnen von Bundestrainer Markus Gaugisch knapp mit 29:30 (14:13). Vor 1.500 Zuschauern in einer ausverkauften Halle überzeugen sie vor allem durch ihren kämpferischen Einsatz.
Alina Grijseels war die beste Werferin auf deutscher Seite und erzielte zehn Tore. Das deutsche Team, das sich in einem Umbruch mit vielen jungen Spielerinnen befindet, präsentierte sich in der ersten Halbzeit defensiv stark und fehlerlos. Die Abwehrarbeit wurde von Sportvorstand Ingo Meckes in der Halbzeitpause gelobt, während Torhüterin Nicole Roth mit einer Abwehrquote von knapp 40 Prozent wichtige Paraden zeigte.
Rückblick auf das Testspiel in Trier
Dieses Spiel war das zweite Duell gegen die französische Auswahl innerhalb weniger Tage. Bereits am 6. März 2025 unterlag das deutsche Team in Trier mit 25:28 (10:18). Hier hatten die Deutschen zwischenzeitlich mit acht Toren zurückgelegen, doch sie kämpften sich zurück und verkürzten auf zwei Tore. Grijseels war auch in diesem Spiel die beste Werferin und erzielte sieben Tore. Die neue Kapitänin Antje Döll, die zum ersten Mal das Team anführte, wirkte zu Beginn nervös und kassierte schnell eine Zeitstrafe.
Das deutsche Team hatte in beiden Spielen mit vielen Fehlpässen und Schwierigkeiten im Angriffsspiel zu kämpfen. Besonders im ersten Spielabschnitt der Partie in Trier war die Hypothek nach einigen Fehlern zu groß, um einen Sieg zu realisieren. Dennoch zeigten die jungen Spielerinnen, darunter Aimée von Pereira, vielversprechende Ansätze und Mut.
Psychologie und Teamentwicklung
Im Kontext der Teamdynamik ist auch die sportpsychologische Arbeit von Bedeutung. Henning Thrien, ein Sportpsychologe, und André Haber, ehemaliger Cheftrainer, betonen die Wichtigkeit der psychologischen Begleitung im Handball. Ihr Ansatz, der über drei Jahre beim SC DHfK Leipzig entwickelt wurde, könnte auch für die deutsche Nationalmannschaft von Nutzen sein. Die-Sportpsychologen berichten von der Relevanz, sich mit Themen rund um Wohlbefinden und Leistungsdruck im Leistungssport intensiv auseinanderzusetzen.
Die deutschen Handballerinnen blicken nun optimistisch auf die bevorstehende Heim-Weltmeisterschaft, die vom 27. November bis 14. Dezember 2025 in Deutschland und den Niederlanden stattfinden wird. Trotz der Rückschläge sind die Coaches und Spielerinnen zuversichtlich, dass sie bis dahin ihre Form und Teamchemie weiterentwickeln können. Ihre Leistung trotz der Niederlagen zeigt, dass das Potenzial in der jungen Mannschaft steckt.
Für die deutsche Handballnationalmannschaft sind die nächsten Schritte entscheidend, um gestärkt aus diesen Herausforderungen hervorzugehen und sich auf die anspruchsvolle WM vorzubereiten. Der Weg ist klar: viel Training, Teamgeist und möglicherweise auch eine verstärkte Fokussierung auf die mentale Seite des Spiels. Tagesspiegel berichtet von den vielversprechenden Ansätzen, die in den kommenden Wochen weiterverfolgt werden sollen.
Die nächsten Aufeinandertreffen mit anderen Gegnern werden entscheidend für die Entwicklung des Teams sein, das sich bereits auf dem richtigen Weg befindet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die deutschen Handballerinnen trotz der beiden Niederlagen gegen Frankreich einen wertvollen Lernprozess durchlaufen und die Zeit bis zur WM nutzen wollen, um ihre Stärken auszubauen.