Am 2. März 2025 fanden die Wahlen zur 23. Hamburgischen Bürgerschaft statt, bei denen die Migrantenpartei DAVA einen bemerkenswerten Erfolg erzielte. Laut Angaben von Freilich Magazin erreichte DAVA in einem Wahlkreis knapp 17 Prozent der Stimmen. Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt in der politischen Wahrnehmung von migrantischen Communities in Hamburg dar.

Die Wahlberechtigung war an bestimmte Bedingungen geknüpft: Deutsche Staatsbürger mussten mindestens 16 Jahre alt sein, ihren Hauptwohnsitz seit mindestens drei Monaten in Hamburg haben und konnten ihre Stimme zwischen 8:00 und 18:00 Uhr abgeben. Es war wichtig, die Wahlbenachrichtigung sowie einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mitzubringen, um an der Wahl teilnehmen zu können, wie auf der Webseite der DAVA erläutert wird. Wähler konnten auch ohne Wahlbenachrichtigung wählen, wenn sie einen gültigen Ausweis vorlegten.

Kandidaten der DAVA

DAVA trat in den Wahlen mit einer bunten Liste von Kandidaten an, darunter Mustafa Yoldaș, ein Arzt auf Listenplatz 1 im Wahlkreis 3 (Altona), und Mohammad Ale Hosseini, ein Unternehmensberater auf Listenplatz 2 im Wahlkreis 9 (Barmbek – Uhlenhorst – Dulsberg). Auch Georg Elsner, Bülent Caferoğlu und weitere Kandidaten waren Teil der Liste. Dies zeigt das Engagement der Partei, eine Vielzahl von Stimmen innerhalb der migrantischen Gemeinschaft zu vertreten. Das Ziel, zur Wahlbeteiligung aufzurufen, wurde klar kommuniziert: Man wolle die demokratische Vielfalt und Teilhabe stärken, wie auch DAVA selbst feststellt.

Politische Teilhabe von Migrant*innen

Nach den jüngsten Statistiken hätten 41,4 Prozent der Erwachsenen mit Einwanderungsgeschichte wahlberechtigt sein können, was die Relevanz der DAVA in einem breiteren Kontext verdeutlicht. In Deutschland beträgt der Anteil der Wahlberechtigten mit Einwanderungsgeschichte etwa 12 Prozent, vor der Bundestagswahl 2025 waren das rund 7,1 Millionen Personen. Mediendienst Integration weist darauf hin, dass vor allem die Wahlbeteiligung unter diesen Gruppen bei 88,4 Prozent lag, jedoch weiterhin Unterschiede je nach Herkunftsland bestehen. Insbesondere türkeistämmige Personen wählen seltener als andere Gruppen, was die Herausforderung der DAVA und anderer migrantischer Parteien verdeutlicht.

Das Wahlverfahren in Hamburg ermöglichte auch eine Briefwahl für diejenigen, die an dem Wahltag verhindert waren. Wähler konnten die notwendigen Unterlagen online über das Serviceportal der Stadt Hamburg beantragen. Eine zentrale Briefwahlstelle war bis einen Tag vor der Wahl geöffnet, was die Zugänglichkeit zur Stimmabgabe verbessern sollte.

Zusammenfassend bleibt die politische Teilhabe von Migranten und deren Nachkommen ein bedeutsames Thema. Die Erfolgsquote der DAVA zeigt, dass die Interessen dieser Gruppen in der politischen Landschaft zunehmend Gehör finden, was für die Zukunft der Wahlbeteiligung und Integration in Deutschland von Bedeutung ist.