Die Debatte um die Bewerbung Deutschlands für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele im Jahr 2040 nimmt Fahrt auf. Die CSU drängt darauf, dass der Fokus auf Bayern und insbesondere München gelegt wird. Der Entwurf eines Positionspapiers, das nächste Woche auf einer Klausurtagung in Kloster Banz verabschiedet werden soll, setzt klare Akzente: Sport, Leistungsbereitschaft, Gesundheit und Gemeinschaft stehen im Mittelpunkt, während kommerzielle Interessen in den Hintergrund treten sollen. Bisher ist jedoch noch keine endgültige Entscheidung über den Austragungsort gefallen, wobei mehrere Städte wie Berlin, Hamburg, Leipzig und die Rhein-Ruhr-Region ebenfalls im Gespräch sind. Die CSU setzt sich zudem dafür ein, dass die Bewerbung nicht auf Wettkampforte in ganz Deutschland ausgeweitet wird. Die Konzeptentwicklung soll im Jahr 2025 fortgesetzt werden, wenn der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sein Bewerbungskonzept nach der Bundestagswahl am 23. Februar vorgestellt hat. Laut Tagesspiegel unterstützt die CSU alle nationalen und internationalen Bemühungen, um die Bewerbung voranzutreiben.

Bundesinnen- und Sportministerin Nancy Faeser hat bereits ihre Unterstützung für die Bewerbung bekräftigt. In Paris wurde ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet, das die Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung, dem DOSB sowie den beteiligten Städten und Bundesländern festlegt. Diese Einigung zur Bewerbung, die 50 Jahre nach der Deutschen Einheit erfolgen soll, wurde auch durch das Bundeskabinett genehmigt. Es wird ein Qualitätskriterium sein, dass die Nutzung bestehender Sportstätten priorisiert wird, um zusätzliche Neubauten zu vermeiden. Dies betont auch die vom Bundesregierung kommunizierte Absicht, nachhaltige Lösungen für die Olympiade zu fördern.

Einbindung der Bevölkerung und nachhaltige Konzepte

Ein zentraler Punkt der Bewerbung ist die Einbeziehung der Bevölkerung in den gesamten Prozess. So sollen die Bürger in die Planungen und Entscheidungen eingebunden werden, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und maximales Interesse zu wecken. Der DOSB, der rund 87.000 Sportvereine mit über 27 Millionen Mitgliedern vertritt, hat bereits einen zweijährigen Strategieprozess initiiert, um die Bewerbung zu unterstützen. Das notwendige Budget für die Bewerbung beträgt insgesamt 6,95 Millionen Euro, die sich die Bundesregierung zwischen 2024 und 2027 an den Kosten beteiligen will, vorbehaltlich der Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers.

Die bestehenden Sportstätten in München bilden eine solide Grundlage für die Organisation der Spiele. Dazu gehören das Olympiastadion, die Regattastrecke Oberschleißheim, die Olympia-Schießanlage in Garching und der Eiskanal in Augsburg. Fraktionschef Klaus Holetschek hebt die Bedeutung dieser Einrichtungen hervor und spricht von ökologischen und ressourcenschonenden Spielen, die an die Nachhaltigkeitsziele der Olympischen Spiele in Paris 2024 angelehnt sind. Diese Ziele sind auch in der Gemeinsamen Erklärung verankert, die die Bundesinnenministerin am 2. August 2024 unterzeichnen wird, um den Bewerbungsprozess weiter voranzutreiben, wie BMI berichtet.

Der Wettlauf um die Austragungsorte führt zu intensiven Diskussionen und Planungen, die sowohl auf sportliche als auch auf gesellschaftliche Aspekte abzielen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die verschiedenen Faktoren in den kommenden Monaten entwickeln werden und welchen Einfluss die bevorstehenden Wahlen auf die Olympia-Bewerbung haben könnten.