Am Montag traf sich Ralf Rangnick, derzeit Nationaltrainer Österreichs, mit den BVB-Bossen Hans-Joachim Watzke und Lars Ricken in Salzburg. Wie ZVW berichtet, handelte es sich nicht um Verhandlungen bezüglich Niko Kovac, sondern um Gespräche über einen möglichen Trainerwechsel bei Borussia Dortmund. Das Treffen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Klub nach der Trennung von Nuri Sahin einen neuen Cheftrainer sucht.

Borussia Dortmund ist offen für verschiedene Lösungen. So wird über die Möglichkeit diskutiert, Rangnick für einen „Retter-Job“ bis zum Ende der Saison zu gewinnen. Die Personalsituation ist allerdings komplex, da Rangnick einen laufenden Vertrag bis Dezember 2025 mit dem österreichischen Fußballverband hat. Dies bedeutet, dass er entweder in einer Doppelfunktion arbeiten oder seine Position als Nationaltrainer aufgeben müsste, was als unwahrscheinlich gilt.

Aktuelle Trainerdiskussionen

Der Klub hat Rangnick als potenziellen Kandidaten im Auge, obgleich eine sofortige Verpflichtung für die Herzen der BVB-Fans als unrealistisch gilt, da Rangnick trotz des Interesses eher zu einer Absage tendiere, wie aus einem Bericht von 90min hervorgeht. Dennoch bleibt Rangnick als Kandidat für die Sommerpause bestehen, während der BVB plant, in der Übergangsphase eine Lösung zu finden, die möglicherweise auch Interimscoach Mike Tullberg bis zum Saisonende im Amt belassen könnte.

Die Situation wird zusätzlich kompliziert durch das Interesse an Niko Kovac, der zwar ebenfalls als Übergangslösung in Betracht gezogen wird, jedoch eine längerfristige Anstellung fordert. Angesichts der Unklarheiten sucht der BVB auch nach einem zweiten Top-Kandidaten, der möglicherweise Rangnick ist. Die findigen Verhandlungen und möglichen Wendungen des Trainersuchprozesses lassen die gesamte Bundesliga aufhorchen.

Ralf Rangnick hat eine beeindruckende Karriere hinter sich. Er begann als Amateurspieler und entwickelte sich über mehrere Trainerstationen in Deutschland bis hin zum Cheftrainer des FC Schalke 04. Dort erreichte er bemerkenswerte Erfolge, darunter das Erreichen des Champions-League-Halbfinales sowie den DFB-Pokal-Sieg im Jahr 2011. Später war Rangnick maßgeblich an der Erfolgsgeschichte von RB Leipzig beteiligt, die unter seiner Ägide die Bundesliga erreichten. Zuletzt war Rangnick unter anderem für Manchester United und die österreichische Nationalmannschaft tätig, die sich bereits für die Europameisterschaft 2024 qualifiziert hat, was zu einer Vertragsverlängerung bis Sommer 2026 führte.

In der BVB-Sitzung in Salzburg stand Rangnick somit nicht nur im Fokus der Diskussionen, sondern auch als eine Person, die entscheidend zur Klärung der Trainerfrage in Dortmund beitragen könnte. Das Schicksal des Vereins könnte somit von den Ergebnissen der Gespräche mit Rangnick abhängen.