Eine Woche nach dem verheerenden Messerangriff in Aschaffenburg, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen, steht im Bundestag eine Debatte über die rasche Verschärfung der Migrationspolitik auf der Agenda. Diese Debatte wird begleitet von einer Regierungserklärung des Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD), die für 14:10 Uhr angesetzt ist, gefolgt von einer 90-minütigen Diskussion und namentlichen Abstimmungen über zwei Anträge der Union. Remszeitung berichtet, dass …
Kanzler Scholz hebt die Dringlichkeit hervor, nach den Vorfällen in Aschaffenburg zu handeln, wo der Angreifer ein abgelehnter Asylbewerber aus Afghanistan war. In diesem Kontext plant die Union, die durch Fraktionschef Friedrich Merz vertreten wird, einen Fünf-Punkte-Plan zur Migrationspolitik. Dieser Plan fordert unter anderem dauerhaft Grenzkontrollen, ein Einreiseverbot für Personen ohne gültige Dokumente sowie tägliche Abschiebungen. Die Union versucht, sich von der AfD abzugrenzen, während sie gleichzeitig einige ihrer Positionen aufgreift. Merz fordert die Unterstützung der SPD und Grünen, schließt jedoch eine Koalition mit der AfD aus. Tagesschau berichtet, dass …
Anträge der Union
Die Union beabsichtigt, zwei zentrale Anträge in die Debatte einzubringen. Der erste Antrag ist der Fünf-Punkte-Plan, der auch die Inhaftierung ausreisepflichtiger Personen umfasst. Der zweite Antrag zielt auf „einen Politikwechsel bei der Inneren Sicherheit“ ab, der 27 neue Maßnahmen beinhaltet, darunter die Stärkung der Sicherheitsbehörden und eine mehrfache Videoüberwachung mit Gesichtserkennung. Diese Anträge sind als Entschließungsanträge formuliert, was bedeutet, dass sie keine sofortigen gesetzlichen Änderungen bewirken. Remszeitung berichtet, dass …
Die Union könnte mit den Stimmen der CDU/CSU, FDP, AfD und Teilen von BSW insgesamt 372 Stimmen erreichen, was eine Mehrheit im Bundestag darstellen würde. Das Parlament zählt 733 Abgeordnete, und es gibt bereits klare Fronten: SPD, Grüne und Linke lehnen die Anträge ab, während die AfD plant, ihnen zuzustimmen – trotz kritischer Passagen. Tagesschau berichtet, dass …
Einige Herausforderungen und Reaktionen
Bedenken über die Rechtmäßigkeit der Vorschläge werden laut, und Experten äußern Zweifel an der Durchführbarkeit. Der Bundeskanzler und andere Parteien kritisieren Merz‘ Vorhaben als verfassungswidrig. Insbesondere die FDP, unter der Führung von Christian Lindner, fordert eine andere Richtung in der Migrationspolitik, während die Linke und Sahra Wagenknecht von BSW bemängeln, dass die Vorschläge nicht genügend weitreichend sind.
Im Hintergrund arbeitet die Bundesregierung bereits seit geraumer Zeit an der Verbesserung der Migrationspolitik. Ende 2023 wurden gesetzliche Regelungen eingeführt, die die Ausweisung und Abschiebung von Personen ohne Bleiberecht erheblich vereinfachen. Nach den neuen Plänen ist auch eine verstärkte Überwachung von Schleuserkriminalität in Planung. Die Bundesregierung setzt zudem auf internationale Abkommen zur Reduzierung irregulärer Migration,Bundesregierung berichtet, dass ….
Mit der anstehenden Abstimmung und den damit verbundenen Anträgen zeichnet sich bereits eine hitzige Debatte im Bundestag ab, die sowohl für die politische Landschaft als auch für die Migrationspolitik in Deutschland weitreichende Folgen haben könnte.