Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim berichtet für 2024 von etwa 3.300 unerlaubten Einreisen und Einreiseversuchen, was einen Rückgang von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Im Durchschnitt wurden fast zehn Personen täglich ohne die nötigen Einreisedokumente angetroffen – vergleichbar mit den Zahlen von 2022. Besonders häufig versuchten Migranten aus Syrien und der Türkei, in Deutschland einzureisen. Rund 60 Prozent der Migranten wurden an den Grenzen zurückgewiesen, meist wegen fehlender Schutz- oder Asylgründe.
Die Mehrheit der unerlaubten Einreisen erfolgte über Reisebusse (45 Prozent) und Bahnen (30 Prozent). Während die Anzahl der festgestellten Urkundendelikte mit etwa 210 gestiegen ist, konnten die Beamten die Zahl der Betäubungsmitteldelikte auf etwa 290 reduzieren. Außerdem gelang es der Bundespolizei, rund 370 Haftbefehle aufgrund bestehender Justizschulden und Strafverfahren durchzusetzen. Inspektionsleiter Stefan Kurth hebt hervor, dass trotz der rückläufigen Zahlen die Herausforderungen im Bereich der Schleusungskriminalität weiterhin hoch bleiben.