Julian Dormann, der ehemalige Kämmerer der Stadt Zweibrücken, hat seine Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters bekannt gegeben. Er tritt gegen Christian Gauf an, um im Amt des zweiten Mannes an der Stadtspitze hinter dem Oberbürgermeister Nachfolger zu werden. Dormann war bereits als möglicher Kandidat im Vorfeld der Bürgermeisterwahl im Gespräch, die in naher Zukunft ansteht. Dies berichtet rheinpfalz.de.

Seine Amtszeit als Kämmerer endet nach einer erfolgreichen Zeit, in der er die Stadtverwaltung seit 2016 geleitet hat. Während seiner Zeit wurde er für seine transparente Kommunikation und die ausgeglichenen Haushalte geschätzt. Dormann wechselt jedoch zum 1. August 2023 zur Universität des Saarlandes, wo er als Haushalts- und Finanzdezernent tätig sein wird. Dieser Schritt ist nicht aus Unzufriedenheit mit seiner bisherigen Arbeit begründet, sondern vielmehr aus dem Streben nach neuen Herausforderungen und einer höheren Verantwortung, da die Vergütung in der neuen Position höher angesiedelt ist.

Herausforderungen in der Stadtverwaltung

Der Wechsel von Dormann tritt in eine Zeit, in der Gerüchte über ein schlechtes Arbeitsklima in der Stadtverwaltung von Zweibrücken aufgetaucht sind. Ein weiteres Signal dafür ist die Abwanderung einer anderen Amtsleiterin, Alessa Buchmann, die ebenfalls an eine neue Stelle dachte, aber letztendlich ihre Bewerbung zurückgezogen hat und in der Stadtverwaltung bleibt. Aktuell verzeichnet die Stadtverwaltung 23,85 freie Stellen, während insgesamt 28 Personen fehlen. Überkündigungen in den letzten zehn Jahren führt die Stadt keine Statistik.

Der Oberbürgermeister und der Stadtvorstand betonen, dass jeder Weggang eines Mitarbeiters als Verlust für die Verwaltung gilt. In Reaktion auf die Anliegen zur Arbeitsatmosphäre wurde eine Studie zur Arbeitssituation in der Stadtverwaltung in Auftrag gegeben, die bald starten soll. Die Flexibilität bei Gehaltserhöhungen ist durch Tarifverträge und beamtenrechtliche Regelungen stark eingeschränkt.

Bürgermeisterwahl im Detail

Die Bürgermeisterwahlen in Deutschland sind ein wichtiger demokratischer Prozess. Bürgermeister und Bürgermeisterinnen werden direkt gewählt, die Amtszeit beträgt in der Regel sechs Jahre. Sollte im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit erreicht werden, erfolgt eine Stichwahl zwischen den besten Kandidaten. Der Wahltermin wird von der Rechtsaufsichtsbehörde festgelegt und findet innerhalb der letzten drei Monate der Amtszeit des Vorgängers statt. Diese Regelungen werden im Kontext der bevorstehenden Wahl von Dormann und Gauf von großer Bedeutung sein. Informationen zu den Wahlverfahren finden sich unter bildungfürdemokratie.de.