Rötger Werner Friedrich Wilhelm Feldmann, besser bekannt als Brösel, feierte kürzlich seinen 75. Geburtstag. Der gebürtige Travemünder, der 1950 zur Welt kam, ist vor allem für seine „Werner“-Comics bekannt, die seit 1981 in unregelmäßiger Regelmäßigkeit erscheinen. Brösel, der eine Lehre zum Lithografen abgeschlossen hat, widmete sich nach seiner Ausbildung zunächst dem Zeichnen und stellte schließlich den Antrag, keine finanziellen Unterstützungen mehr vom Arbeitsamt zu erhalten. Dies war der Startschuss für eine kreative Karriere, die ihn zum erfolgreichen Comic-Zeichner machte. ppm-vertrieb.de berichtet, dass bereits in den 1970er Jahren die Figur „Werner“ geboren wurde, die wenig später für Furore sorgen sollte.
In den letzten Jahren hat Brösel seine „Werner“-Reihe mit dem 13. Band „Wat nu!?“ im Jahr 2018 fortgesetzt. Ein 14. Band über einen Klempner-Lehrling ist derzeit in Planung. Die Geschichten werden nicht nur von Brösel selbst gezeichnet, sondern integrieren auch seine Frau Petra, die als Reporterin dargestellt wird. Ministerpräsident Daniel Günther hat Brösel als Kultfigur bezeichnet und ihn als Teil der schleswig-holsteinischen Kulturgeschichte gewürdigt. Seine Comics haben zahlreiche Fans und sogar fünf Kinofilme hervorgebracht, die Millionen von Zuschauern anzogen.
Privatleben und Ernährung
Neben seinem kreativen Schaffen legt Brösel Wert auf eine bewusste Ernährung. Er praktiziert die Gesundheitslehre Ayurveda und konsumiert täglich viel Wasser. Gemeinsam mit seiner Frau Petra hat Brösel einen Ernährungsberater konsultiert, um seine Gesundheitsziele zu erreichen. Ihr Zuhause, ein denkmalgeschützter Gutshof südlich von Kiel, spiegelt die Liebe des Ehepaars zur Natur und zur bewussten Lebensführung wider. Brösel hat auch einige alte Werke, darunter den Band „Freie Bahn mit Marzipan!!!“ von 2004, überarbeitet, da er einige seiner alten Comics als nicht mehr zeitgemäß empfindet.
Bezüglich seiner Freizeit hat Brösel eine Leidenschaft für Motorräder – darunter den „Red-Porsche-Killer“ – die in einem umgebauten Kuhstall stehen, jedoch nicht angemeldet sind. Zudem ist er ein Fan des Fußballvereins „Holzbein Kiel“ und verfolgt die Spiele im Fernsehen, besucht aber selten das Stadion. Der erste Werner-Film „WERNER – BEINHART!“ feierte 1990 Premiere, gefolgt von insgesamt fünf Filmen, die das Interesse an der „Werner“-Marke stetig steigerten. Besonders das erste Werner-Rennen, das 1988 auf dem Flugplatz Hartenholm stattfand, fand großen Anklang und zog 250.000 Fans an, was zur Gründung des Wacken-Festivals beitrug.
Comics als Kunstform
Die Entwicklung und Bedeutung der Comics als kulturelle Ausdrucksform haben sich über die Jahre verändert. Schon vor 30.000 Jahren existierten Protoformen von Comics, wie Felszeichnungen, und im Mittelalter entstanden erste Bildgeschichten. Der Begriff „Comic“ etablierte sich im 18. Jahrhundert; in Deutschland wurde die moderne Comic-Szene nach dem Zweiten Weltkrieg populär, trotz anfänglicher Kritik. cle.ens-lyon.fr dokumentiert, dass Comics heute eine wichtige Rolle im Schulunterricht spielen und eine breitere Akzeptanz in der Gesellschaft genießen.
Brösel hat somit nicht nur eine eigene Erfolgsgeschichte geschrieben, sondern ist auch Teil einer größeren Bewegung, die die Akzeptanz von Comics in Deutschland vorangetrieben hat. Er bleibt aktiv und strebt danach, seine kreativen Werke kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln, was ihn zu einer inspirierenden Figur für viele aufstrebende Künstler macht.