Am 15. Januar 2025 berichtet die FAZ, dass Israel eine Wasserentsalzungsanlage im Gazastreifen mit Strom versorgt hat, um die Trinkwasserproduktion erheblich zu steigern. Die tägliche Produktion wird von 5.000 auf 20.000 Kubikmeter Wasser angehoben. Diese Anlage, die von UNICEF betrieben wird, ist entscheidend für die Wasserversorgung der Gebiete Deir al-Balah, Chan Junis und Al-Mawasi.
Die UN warnen vor einem akuten Mangel an sauberem Wasser im Gazastreifen, der zu Krankheitsausbrüchen führen könnte. Um den Missbrauch durch die Hamas zu vermeiden, wurde die neue Stromleitung direkt an die Anlage in Chan Junis angeschlossen.
Waffenruhe zwischen Israel und Hamas
Auf dem diplomatischen Parkett zwischen Israel und der Hamas kam es zu einem bedeutenden Fortschritt. Laut orf.at haben die beiden Seiten Berichten zufolge ein Abkommen über eine sechs Wochen währende Waffenruhe ausgehandelt, das auch die Freilassung von Geiseln umfasst. Im Gegenzug sollen palästinensische Gefangene aus israelischer Haft entlassen werden.
Zusätzlich sieht das Abkommen vor, dass das israelische Militär schrittweise aus dem Gazastreifen abzieht. Man plant, täglich 600 Lkw-Ladungen mit Hilfsgütern, darunter auch Treibstoff, in den Gazastreifen zu bringen. Die Zustimmung der Hamas zu diesem Abkommen wurde bei den Vermittlern in Katar hinterlegt, und sämtliche palästinensischen Fraktionen haben erklärt, den Vorschlag zu akzeptieren.
Humanitäre Lage im Gazastreifen
Die humanitäre Lage im Gazastreifen bleibt angespannt. Experten warnen vor einer drohenden Hungersnot bis spätestens Mai, da bereits die Hälfte der Bevölkerung in einer kritischen Notlage ist. Laut einem Bericht der IPC-Initiative lebten in der Region bis zuletzt viele Menschen in einem Zustand extremen Nahrungsmangels, da die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln weiter abnimmt. Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen ist ebenfalls eingeschränkt, was die Situation weiter verschärft.
Während UNICEF die lebenswichtige Bedeutung von sauberem Wasser betont hat, ist die Wasserkrise im Gazastreifen durch salziges Grundwasser und nicht geklärtes Abwasser verschärft. Berichten zufolge sind über 90% des Grundwassers im Gazastreifen ohne Behandlung nicht trinkbar, was die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Wasserversorgung umso dringlicher macht.
Entwicklungen im Libanon
Die Sicherheitslage in der Region bleibt angespannt. Die libanesische Armee hat die südlichen Vororte von Beirut abgeriegelt, um möglichen Terroranschlägen vorzubeugen, während die Ashura-Zeremonien in Gebieten, die von der Hizbullah kontrolliert werden, stattfinden. In diesem Kontext führte Israel Luftangriffe auf einen Hizbullah-Kommandeur in Beirut durch, wobei die Berichte über den Tod des Kommandeurs Fuad Shokr bislang unbestätigt sind.
Israels Ministerpräsident Netanjahu wies unterdessen Vorwürfe zurück, UN-Friedenstruppen absichtlich angegriffen zu haben. In der internationalen Gemeinschaft gibt es zunehmend Forderungen nach einem stabilen Friedensprozess in der Region, auch US-Außenminister Blinken appellierte an Israel, die Einheit von Westjordanland und Gazastreifen zu akzeptieren.