Heute, am 24. Januar 2025, markiert den 1.065. Tag der russischen Invasion in der Ukraine. Die Konfliktsituation eskaliert weiter, da russische Luftangriffe in der Ost- und Zentralukraine mindestens drei Menschenleben forderten und Dutzende verletzten. Unter den Opfern sind ein 53-jähriger Mann aus Kostiantynivka und ein 54-jähriger Mann aus der Region Charkiw. Diese Angriffe verdeutlichen die anhaltende Bedrohung für die Zivilbevölkerung in der Region.
Zusätzlich berichtete Sergei Sobyanin, der Bürgermeister der russischen Region Ryazan, über die Abfangung von drei ukrainischen Drohnen, die auf Moskau gerichtet waren. Glücklicherweise wurden keine Schäden oder Verletzungen gemeldet, jedoch wurden Spezialnotfallteams zur Überprüfung entsandt.
Evakuierung und Kriegsverbrechen
In Reaktion auf die steigenden Angriffe hat die Ukraine die Evakuierung von 267 Kindern und deren Familien aus 16 besonders bedrohten Siedlungen angeordnet. Diese Maßnahme unterstreicht die Dringlichkeit, die Zivilbevölkerung zu schützen. Die ukrainische Regierung beschuldigte Russland zudem, sechs unbewaffnete Soldaten während ihrer Gefangenschaft getötet zu haben, was Dmytro Lubinets, der Menschenrechtsbeauftragte, als mögliches Kriegsverbrechen einstuft. Solche Taten haben sich als systematisch im Konflikt erwiesen, mit zahlreichen Berichten über Kriegsverbrechen, die überwiegend den russischen Streitkräften zur Last gelegt werden, seit Beginn des Konflikts 2014 (siehe auch Wikipedias Analyse).
Die Situation in Saporischschja verschlechtert sich weiterhin, nachdem die Anzahl der Verletzten durch einen russischen Raketenangriff auf die Stadt auf über 51 gestiegen ist, darunter ein 47-jähriger Todesfall. Viele Menschen leben dort ohne Strom und Heizung, was die humanitäre Krise weiter verschärft. Angesichts der fortwährenden Angriffe wurden durch die ukrainische Luftwaffe 57 von 92 russischen Drohnen abgeschossen, während das russische Verteidigungsministerium die Zerstörung von 49 ukrainischen Drohnen innerhalb von drei Stunden vermeldete.
Politische Entwicklungen und die humanitäre Krise
Politisch gibt es neue Entwicklungen, da US-Präsident Donald Trump einen sofortigen Gipfel mit Wladimir Putin anstrebt, während der ukrainische Präsident Selenskyj für einen Waffenstillstand offen ist. Gleichzeitig informierte Belgiens Premierminister Alexander De Croo über eine EU-Analyse, die zeigt, dass die russische Wirtschaft in der Lage ist, den Krieg mindestens ein weiteres Jahr zu führen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, dass die Ukraine eines Tages der NATO beitreten könnte, falls ein nachhaltiger Frieden erreicht wird.
Die humanitäre Lage bleibt kritisch, mit 3,8 Millionen Menschen, die seit Beginn des Konflikts aus der Ukraine geflohen sind, und es ist die schlimmste Flüchtlingskrise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Tausende leben weiterhin unter Bombardements, und die Angriffe der russischen Streitkräfte auf die Zivilbevölkerung und Infrastruktur verstoßen klar gegen das humanitäre Völkerrecht. Amnesty International fordert gut geplante und sichere humanitäre Korridore, um den Zugang zu dringend benötigter Hilfe zu gewährleisten, während geflüchtete Menschen von Hürden und Diskriminierung an Grenzen berichten (siehe auch Amnesty International).
Die Ukraine führt parallel dazu etwa 1.000 Razzien durch und hat rund zwei Dutzend Personen wegen illegalen Waffenverkaufs festgenommen. Dies zeigt den inneren Druck, die Kontrolle zu wahren und die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu garantieren.
Das Ausmaß der Konfliktfolgen, einschließlich gezielter Angriffe auf Zivilisten und die wiederholte Verletzung von Menschenrechten durch beide Seiten, bleibt weiterhin ein zentrales Anliegen internationaler Organisationen und der globalen Öffentlichkeit.