In Rindelbach steuert die Dorfgemeinschaft auf ein bedeutendes Projekt zu: Die Schaffung eines neuen Dorfplatzes bei der alten Jagstbrücke. Diese Initiative fand kürzlich im Rindelbacher Ortschaftsrat große Aufmerksamkeit, wo die ersten Pläne für die Realisierung präsentiert wurden. Der Standort befindet sich unweit des Jagsttalhofes und bietet somit eine attraktive Lage für die künftige Begegnungsstätte.

Der Gemeinderat hat das Vorhaben bereits in den neuen Haushalt aufgenommen. Die Finanzierung wird durch das Rindelbacher Ortschaftsbudget sowie das Leader-Förderprogramm erfolgen, das für seine Unterstützung ländlicher Projekte bekannt ist. Ortsvorsteher Dirk-Michael Wagner betonte die Bedeutung der Aufwertung und Sanierung des Platzes, der unter anderem mit Sitzgelegenheiten und einem Infrastrukturgebäude ausgestattet werden soll, das mit Strom und Wasser versorgt wird.

Lebendige Dorfgemeinschaft

Der neue Dorfplatz wird nicht nur als Ort für Feste dienen, sondern auch den örtlichen Vereinen zur Verfügung stehen. Eine Durchgangsmöglichkeit für Radfahrer wird durch den Kocher-Jagst-Radweg, der direkt am Platz vorbeiführt, geschaffen. Dies könnte den Dorfplatz zu einem beliebten Rastpunkt für Radfahrer machen und mehr Leben in die Region bringen. Um das Projekt weiterzuentwickeln, möchte der Ortschaftsrat Zeichnungen und Skizzen zur Visualisierung anfertigen.

Ein Planungsgremium, bestehend aus Vertretern der örtlichen Vereine, Mitgliedern des Ortschaftsrates und Fachleuten, soll gebildet werden, um die Umsetzung voranzutreiben. Für die Planung und Umsetzung des Projekts steht ein Ortschaftsbudget von 22.000 Euro für das Jahr 2025 zur Verfügung.

Leader-Förderprogramm als Rückgrat der Finanzierung

Die Finanzierung durch das Leader-Programm ist ein zentraler Aspekt des Vorhabens. Das Programm fördert Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum und unterstützt Gemeinden dabei, attraktive Lebensbedingungen zu schaffen. Im Rahmen des Förderansatzes sind die Menschen vor Ort direkt in die Projektentwicklung und Entscheidungsfindung eingebunden. Wie von Fördermittel Wissenswert berichtet, werden kommunale Projekte mit bis zu 60 Prozent unterstützt, was für das Rindelbacher Vorhaben bedeutend ist.

Benötigt wird ein umsetzungsfähiges und fertiges Konzept, welches zur Antragstellung eingereicht werden muss. In der Region gibt es derzeit 372 LEADER-Regionen, die nach lokalen Erfordernissen und Strategien individuelle Förderprogramme entwickeln. Der Projektaufruf für das Leader-Programm ist voraussichtlich von Mai bis Juni 2025 und könnte den Rindelbachern weiteren Zugang zu Fördermitteln ermöglichen.

Dörfliche Entwicklung im Kontext

Im Rahmen der dörflichen Entwicklung ist es essenziell, den individuellen Charakter und das kulturelle Erbe der Dörfer zu bewahren. Wie auf landwirtschaft.hessen.de erläutert, umfasst die Förderung auch Maßnahmen zur Stärkung der Innenentwicklung und zur Erhöhung der Energieeffizienz, um die Daseinsvorsorge nachhaltig zu sichern.

Durch solche Projekte wird die Gemeinschaft gestärkt und eine höhere Lebensqualität im ländlichen Raum angestrebt. Der bevorstehende Dorfplatz in Rindelbach stellt einen Schritt in diese Richtung dar und zeigt, wie durch lokale Initiativen und Förderprogramme eine positive Entwicklung in ländlichen Regionen gefördert werden kann.