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Bundesumweltministerium verzögert Anhebung der Treibhausgasminderungs-Quote – Klimaschutz Biokraftstoffe

Eine wichtige Angelegenheit im Bereich des Klimaschutzes und der Bioenergie hat kürzlich die Aufmerksamkeit des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) auf sich gezogen. Laut einer Pressemitteilung des BDBe verzögert das Bundesumweltministerium die gesetzlich notwendige Anhebung der Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote). Gemäß § 37h des Bundesimmissionsschutz-Gesetzes soll die THG-Quote erhöht werden, sobald im Verkehrssektor eine bestimmte Strommenge überschritten wird. Diese Überschreitung wurde bereits im Sommer des vergangenen Jahres festgestellt, was zu einer Anhebung der THG-Quote ab 2024 führen sollte. Allerdings wartet man noch immer auf die Veröffentlichung dieser Daten im Bundesanzeiger sowie auf die erforderliche Verordnung von Bundesumweltministerin Steffi Lemke.

Die Folgen dieser Verzögerung könnten bedeuten, dass wichtige Maßnahmen zur Emissionsminderung im Verkehr, insbesondere durch erneuerbare Kraftstoffe, ausbleiben. Die THG-Quote trägt wesentlich zur Reduzierung von Emissionen im Verkehr bei, und es ist unverständlich, warum das BMUV hier nicht aktiv wird, wie der Vorsitzende des BDBe, Alois Gerig, betont. Es wird darauf hingewiesen, dass die THG-Quote bereits angehoben werden müsste, da die im Jahr 2022 erfolgte Stromanrechnung im Verkehr dies erfordert. Eine zweite Anhebung könnte Ende des Monats erfolgen, sobald die im Verkehr genutzten Strommengen für das Jahr 2023 feststehen.

Der BDBe, der die Interessen der Bioethanolwirtschaft vertritt, betont die Bedeutung von Bioethanol als erneuerbarem Kraftstoff. In Deutschland enthalten die derzeit an Tankstellen angebotenen Benzinsorten zwischen 5 % und 10 % zertifiziert nachhaltiges Bioethanol. Die Verzögerung bei der Anhebung der THG-Quote könnte sich daher negativ auf die weitere Entwicklung und Nutzung von Bioethanol als umweltfreundliche Alternative zu fossilen Kraftstoffen auswirken.



Quelle: Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V. / ots

Martin Schneider

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