Bremen

Proteste gegen Kriegsverbrechen: Bürger in Nürnberg und Bremen erheben ihre Stimme

Kampf um die Pressefreiheit: Aktivismus in Bremen und Nürnberg

In Nürnberg und Bremen fanden Protestaktionen gegen die Kriegsverbrechen der Türkei in Kurdistan und die Kriminalisierung der kurdischen Bewegung in Europa statt. Die Kundgebungen richteten sich gegen die angekündigte Invasion der türkischen Armee im Nordirak sowie die Razzia in kurdischen TV-Sendern in Brüssel.

In Nürnberg wurde die Durchsuchung in Belgien als „Angriff auf die Stimme der kurdischen Freiheitsbewegung“ verurteilt. Die Überfälle auf die kurdischen Fernsehsender Medya Haber TV und Sterk TV in Europa markieren eine neue Dimension der Angriffe gegen Kurd:innen und tangieren die Grundrechte Europas. Die kurdische Bewegung hat in den letzten Jahrzehnten ein Mediennetzwerk aufgebaut, das unabhängig über Ereignisse in Kurdistans berichtet, da die Mainstream-Medien oft schweigen.

In einem Redebeitrag wurde betont, dass die Pressefreiheit geschützt werden muss, da Angriffe von innen und außen drohen. Die Zerstörung von Fernsehsendern und die Einschränkung freier Berichterstattung stellen einen nicht hinnehmbaren Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit dar. Die Teilnehmer forderten, sich gegen die Kriminalisierung der Kurd:innen und gegen die türkische Einflussnahme auf die Medien zu wehren mit dem Aufruf: „Hände weg von unseren Medien!“

In Bremen protestierten Aktivist:innen gegen die Besatzungsangriffe des türkischen Staates im Nordirak. Transparente mit Aufschriften wie „Der Krieg beginnt hier: Deutsche Waffen im Einsatz gegen das Völkerrecht“ und „Stoppt den türkischen Angriffskrieg in Südkurdistan und Rojava“ wurden präsentiert. Die Demonstranten forderten ein Ende des Genozids an den Kurden und betonten, dass Widerstand für sie ein wichtiger Teil des Lebens bedeutet.

Die Aktivist:innen setzten sich dafür ein, dass die internationalen Medien über die Konflikte in Kurdistan und die Repressionen der kurdischen Bevölkerung berichten, um die Welt auf die Situation aufmerksam zu machen.

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Lebt in Hamburg und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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