Am 6. Januar 2025 findet in Bremen die traditionelle Eiswettprobe statt, die dieses Jahr am Punkendeich stattfinden wird. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) begleitet, die kurzfristig entscheiden wird, mit welchem Boot sie die Überfahrt des Schneiders Peter Lüchinger unterstützt. Je nach Wetterlage werden Hunderte von Zuschauern erwartet, die dem Spektakel beiwohnen möchten. Im vergangenen Jahr musste die Eiswettprobe aufgrund eines extremen Winterhochwassers am Martinianleger abgehalten werden.

Die Eiswette, die ihre Wurzeln bis ins Jahr 1829 zurückverfolgen kann, interessiert nicht nur die Anwesenden, sondern zieht auch eine breite Öffentlichkeit an. Patrick Wendisch, Präsident der Bremer Tradition, wird die Zeremonie am angestammten Ort begleiten, während Zeremonienmeister Stefan Bellinger und der Schneider mit einem Bügeleisen Reden halten werden.

Tradition mit zeitgemäßer Note

Das Thema der diesjährigen Veranstaltung wird die Bremer Brücken- und Baustellenpolitik sein. Lüchinger wird, verkleidet nach Art von Bob dem Baumeister, auf humorvolle Weise die Politik der Stadt kommentieren. Trotz der milden Temperaturen über 10 Grad, die ein Zufrieren der Weser verhindern, bleibt die Wette, ob die Weser „geiht“ oder „steiht“, bestehen. Ohne die DGzRS, die den Schneider über den Fluss bringt, könnte die Wette verloren gehen.

Die Zuschauer können während der Veranstaltung nicht nur die Wettaktivitäten verfolgen, sondern auch traditionelle Speisen wie Kohl und Pinkel genießen. Diese Speisen gelten als Wetteinsatz, und die erlesenen Weine, die im Congress Centrum serviert werden, stehen ebenfalls im Mittelpunkt. Die Einnahmen der Veranstaltung fließen zum größten Teil an die DGzRS, die im vergangenen Jahr hohe Einzelbeträge von Wettgenossen erhalten hat.

Ein Blick in die Zukunft

Der 18. Januar 2025 markiert ein weiteres interessantes Ereignis: das Stiftungsfest im Congress Centrum (CCB), bei dem mit ca. 800 Teilnehmern ein mehrgängiges Kohl- und Pinkel-Essen sowie eine Spendenaktion geplant sind. Im Jahr 2024 wurde dabei eine Rekordsumme von rund 576.000 Euro gesammelt. Dies zeigt das große Engagement der Bremer für die Tradition und die Unterstützung der DGzRS.

Die Veranstaltung ist nicht nur eine kulturelle Tradition, sondern spiegelt auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bremen wider. Trotz der Herausforderungen, die eine sich verändernde Wetterlage mit sich bringt, erfreuen sich die alten Rituale großer Beliebtheit, und die Publikumsteilnahme bleibt ungebrochen. Die Kombination aus Unterhaltung, Kritik an der Politik und kulinarischen Genüssen verspricht ein unvergessenes Erlebnis für alle Anwesenden.

Für weitere Informationen zur Eiswettprobe und ihren Hintergründen, besuchen Sie die Artikel auf Weser-Kurier, Kreiszeitung sowie Seenotretter.