Am 25. Januar 2025 wurde Pete Hegseth zum neuen Verteidigungsminister der USA ernannt, ein Schritt, der von einer beachtlichen Kontroverse begleitet war. Bei der Zeremonie zur Vereidigung war auch US-Vizepräsident J.D. Vance anwesend, der sich entschieden für Hegseth einsetzte und betonte, dass dieser sich um die Streitkräfte kümmern und für sie kämpfen werde. Hegseth, bekannt aus seiner Zeit als Moderator beim Trump-freundlichen Sender Fox News, hat bislang keine nennenswerte politische Erfahrung vorzuweisen, abgesehen von einer erfolglosen Kandidatur für den US-Senat in Minnesota.
Die Bestätigung Hegseths traf auf Widerstand, auch innerhalb der eigenen Partei. Während der Abstimmung im US-Senat stimmten drei Republikaner gegen ihn: Lisa Murkowski, Susan Collins und Mitch McConnell. Vizepräsident Vance spielte eine entscheidende Rolle, indem er die erforderliche Stimme abgab, um ein Patt aufzulösen und die nötige Mehrheit zu sichern, wie ZDF berichtet.
Kontroverse um Vorwürfe
Hegseth war in der Vergangenheit mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert, darunter Berichte über rassistische und sexistische Äußerungen sowie Anschuldigungen wegen Alkoholmissbrauchs und sexuellen Übergriffen. Er hat alle Vorwürfe zurückgewiesen und gab an, einer anonymen Frau 50.000 Dollar zur Beilegung eines Vergewaltigungsvorwurfs gezahlt zu haben. Um die Bedenken der Senatoren auszuräumen, führte Hegseth intensive Gespräche vor der Abstimmung und veröffentlichte einen Brief auf der Plattform X, um seine Unschuld zu beteuern, so Die Zeit.
Bei seiner Anhörung präsentierte sich Hegseth als Erneuerer und sprach von einer „America-First“-Politik. Er betonte, dass die USA keine Kriege anzetteln möchten, aber im Notfall mit „überwältigender Kraft“ reagieren würden. Des Weiteren stellte Hegseth klar, dass Amerika an erster Stelle stehen werde und Frieden durch Stärke angestrebt werden müsse. Dies äußerte er unmittelbar nach seiner Vereidigung.
Verantwortung und Zukunft
Die Ernennung von Pete Hegseth kommt in einer Zeit, in der das US-Militär mit 3,5 Millionen Mitarbeitern und einem Budget von etwa 800 Milliarden Dollar unter seiner Leitung steht. Viele beobachten gespannt, wie Hegseth, unterstützt von einer in der Vergangenheit umstrittenen politischen Karriere, mit den Herausforderungen umgehen wird, die ihm als Verteidigungsminister bevorstehen. Laut Süddeutsche Zeitung hat Hegseth, trotz der Kritik, das Vertrauen von Vizepräsident Vance gewonnen, der sich optimistisch über seine Fähigkeiten äußerte.
Die nächsten Schritte und die politische Ausrichtung unter Hegseths Führung bleiben abzuwarten, während sich der neue Verteidigungsminister darauf vorbereitet, die komplexe Realität der nationalen Verteidigungspolitik zu navigieren.