Am Nachmittag des 25. Februar 2025 kam es in Strausberg im Märkisch-Oderland zu einem dramatischen Unglück. Gegen 16 Uhr sind drei Kinder in den Straussee eingebrochen, nachdem das Eis unter ihnen nachgegeben hatte. Zwei Ersthelfer, die das Unglück beobachtet hatten, reagierten schnell und alarmierten die Feuerwehrleitstelle Oderland in Frankfurt (Oder) über die Notsituation.
Die Ersthelfer eiligten mit großen Stöcken zur Eisfläche, um die Kinder zu retten. Leider brach auch das Eis unter ihnen, sodass sie ebenfalls ins kalte Wasser stürzten. Dies führte zu einem großangelegten Rettungseinsatz. Mehrere Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber wurden zum Einsatzort gerufen. Der Hubschrauber landete auf einer nahegelegenen Wiese, während die Feuerwehrleute den Rettungsdienst unterstützten.
Rettung der Beteiligten
Alle fünf Personen, bestehend aus den drei Kindern und den zwei Ersthelfern, wurden vor Ort mit Wärmedecken versorgt. Im Anschluss wurden sie in ein umliegendes Krankenhaus transportiert. Die bisherige Bilanz dieses tragischen Vorfalls deutet darauf hin, wie schnell Unfälle auf dünnem Eis geschehen können.
Die Tragödie verdeutlicht erneut die Risiken, die mit dem Betreten von Eisflächen verbunden sind. Insbesondere Kinder sind häufig von Eiseinbrüchen betroffen. Laut Berichten von DLRG wird oft nicht ausreichend auf die Eisdicke geachtet, bevor Seen und Teiche betreten werden. Beliebte Aktivitäten wie Schlittschuhlaufen oder Eishockey können in gefährliche Situationen umschlagen. Selbst bei scheinbar stabilen Eisflächen kann die Tragkraft unzureichend sein, was die Gefahren erheblich erhöht, wie auch die DLRG feststellt.
Verhaltensregeln und Rettungsmaßnahmen
Bei Eiseinbrüchen sollte die Selbstrettung schnell erfolgen, da die Kälte die Beweglichkeit stark einschränkt. Um Panik zu vermeiden, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und rasch das Wasser zu verlassen. Im Falle von knisterndem Eis wird empfohlen, sich flach hinzulegen, um das Gewicht zu verteilen. Dadurch kann die Gefahr eines weiteren Einbruchs verringert werden. Die DLRG gibt hilfreiche Anleitungen zur Selbstrettung: sich mit ausgebreiteten Armen zum Ufer zu bewegen oder auf der Eisfläche zu kriechen, werden empfohlen.
Die Ereignisse im Straussee zeigen uns eindringlich, wie wichtig die Aufklärung über Gefahren auf Eisflächen und die richtigen Verhaltensstrategien sind. Vor allem Kinder sollten sensibilisiert werden, um solche schockierenden Unfälle in der Zukunft zu vermeiden. Die Tragödie von Strausberg erinnert uns daran, dass Sicherheit auf dem Eis oberste Priorität haben muss.
Weitere Informationen und Empfehlungen zur Sicherheit auf dem Eis können auf den Webseiten der DLRG eingesehen werden: DLRG Selbstrettung bei Eisunfällen und DLRG Tipps und Anleitungen für Selbstrettung.