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Dieter Hallervorden: Kritik an Israels Politik und Antisemitismusvorwürfen

Hallervorden verteidigt kontroverse Israel-Kritik: Warum er sich gegen Antisemitismus wehrt

Der Schauspieler Dieter Hallervorden verteidigt sein umstrittenes Video, in dem er sich kritisch zur Politik Israels während des Krieges in Gaza äußerte. Mit klaren Worten sprach Hallervorden von Apartheid und Völkermord in Bezug auf die Situation im Gazastreifen. In dem dreiminütigen Video, das er auf Facebook veröffentlichte, forderte er eine Feuerpause und die Freilassung aller Geiseln, während im Hintergrund Propagandavideos der Hamas zu sehen waren.

Hallervorden äußerte in dem Video gemeinsam mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten der Linken, Diether Dehm, seine Gedanken in Form eines Gedichts. Er kritisierte die deutsche Politik, die seiner Meinung nach an der Seite Israels stehe und fragte provokativ, ob Waffenlieferungen an Israel denn nicht als Völkermord angesehen werden sollten. Die Verwendung des Begriffs Apartheid in Verbindung mit Israel ist von ideologischer Brisanz.

Auf den Vorwurf des Antisemitismus reagierte Hallervorden in einem Interview und betonte, dass er in seinem Appell lediglich dazu aufrufe, den Dialog zu suchen und die Waffen ruhen zu lassen, um eine Lösung für den Konflikt zu finden. Er bekräftigte, dass es wichtig sei, auch unangenehme Themen anzusprechen und zu diskutieren, ohne sich der kollektiven Solidarität zu beugen. Nicht zuletzt betonte er die Verpflichtung, Fehler bei Freunden anzusprechen, selbst wenn es um Israel gehe.

Bereits zuvor hatte Hallervorden auf Instagram Stellung bezogen und die deutsche Regierung aufgefordert, sich für ein Ende des Krieges zwischen Israel und der Hamas einzusetzen. Die Lage im Gazastreifen eskalierte, als die Hamas Israel überfiel, zahlreiche Menschen tötete und Geiseln nahm. Israel reagierte mit einer Militäroffensive, die laut Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums zu einer Vielzahl von Toten führte. Hallervorden setzt sich weiterhin für eine Deeskalation des Konflikts ein und betont sein Recht auf Meinungsfreiheit, selbst wenn seine Position nicht allgemein geteilt wird.

Lebt in Brandenburg und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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