Der VfB Krieschow hat am Samstag im Halbfinale des brandenburgischen Landespokals einen dramatischen Sieg gegen den Regionalligisten FSV 63 Luckenwalde errungen. Mit einem Endstand von 2:1 zieht Krieschow somit ins Finale ein, das am 22. März 2025 stattfindet. Die Begegnung fand vor 1068 Zuschauern statt und war von hoher Intensität geprägt.

Die erste Halbzeit verlief zunächst unglücklich für die Mannschaft aus Krieschow. In der 20. Minute musste Torwart Fritz Pflug aufgrund einer schweren Fußverletzung das Spielfeld verlassen, was die Defensive belastete. In der 36. Minute erzielte Andy Hebler per Freistoß die Führung für Krieschow. Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang Sofiene Rachid Jannene der Ausgleich für Luckenwalde, der schlussendlich für die Gäste ein Hoffnungsschimmer war.

Verletzungen und Konsequenzen

Die Verletzung von FSV-Routinier Christian Flath, der sich in der 62. Minute schwer am Knie verletzte, war ein weiterer Tiefschlag für Luckenwalde. Trainer Michael Braune äußerte nach dem Spiel, dass die gesundheitlichen Aspekte wichtiger seien als der Ausgang der Partie. Flath hatte sich zuvor nach einem Kreuzbandriss zurückgekämpft, um sein Team im Abstiegskampf der Regionalliga Nordost zu unterstützen.

Krieschow ging kurz vor dem Abpfiff erneut in Führung durch ein Eigentor von FSV-Keeper Kevin Tittel, der einen hohen Ball nicht abwehren konnte. Die Versäumnisse, insbesondere im Abschluss, wurden von FSV-Trainer Hendrik Brösel als Schwäche im letzten Drittel identifiziert, da seine Mannschaft mehrere gute Chancen verpasste. Lucas Albrecht, ein Defensivspieler von Luckenwalde, räumte ein, dass Krieschow die Tore geschossen hat und somit den Sieg verdient hat.

Abstiegssorgen und Ausblick

Trotz der schmerzlichen Pokalniederlage bleibt die primäre Herausforderung für den FSV Luckenwalde die Sicherung des Klassenerhalts in der Regionalliga Nordost. In den letzten drei Begegnungen gegen Krieschow hatte die Mannschaft eine enttäuschende Bilanz von 2:10 Toren, was die aktuellen Sorgen um die Liga-Platzierung zusätzlich verstärkt.

Das nächste Ligaspiel für Luckenwalde steht am 28. März gegen Hertha BSC II an. In der Regionalliga Nordost, die insgesamt 18 Mannschaften umfasst, ist der Abstieg für den letztplatzierten Verein unvermeidlich. Luckenwalde muss unbedingt punkten, um den drohenden Abstieg zu vermeiden und sich gleichzeitig auf den nächsten Pokalzyklus vorbereiten. Die heutige Niederlage wird als eine „riesige verpasste Chance“ wahrgenommen, die die Mannschaft weiterhin motivieren soll, die gesamte Saison über ihr Bestes zu geben.

Jetzt trifft der VfB Krieschow im Finale auf den RSV Eintracht, der im Elfmeterschießen gegen Energie Cottbus gesiegt hat. Der Ausgang des Spiels wird mit Spannung erwartet, da sich Krieschow in guter Form präsentiert hat, doch auch die Herausforderungen in der Regionalliga fordern alle ihre Aufmerksamkeit.

Der Nordostdeutsche Fußballverband ist mit der Organisation und den Regularien des Wettbewerbs betraut, inklusive der Anforderungen für Auf- und Abstieg innerhalb der Regionalliga Nordost. Die kommenden Wochen werden für beide Mannschaften entscheidend sein, sowohl in Bezug auf den Landespokal als auch in ihrer Liga.

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