Am Dienstag, den 18. März, und Donnerstag, den 20. März 2025, wird am Bodensee-Airport Friedrichshafen ein erhöhter Flugverkehr erwartet. Der Flughafen plant an diesen Tagen spezielle Vermessungsflüge, die dem Zweck dienen, das elektronische Instrumentenlandesystem (ILS) zu überprüfen. Die Prüfungen sind wichtig, um die Qualität und Sicherheit des Flugverkehrs zu gewährleisten, insbesondere bei schlechten Sichtverhältnissen.

Während der Messflüge finden mehr Starts und Landungen als üblich statt. Der Flughafen informiert, dass Sichtkontakt zum Messflugzeug während der Flüge erforderlich ist, um eine sichere Durchführung der Vermessung zu gewährleisten. Der genaue Beginn und das Ende der Messflüge hängen von den Sicht- und Wetterbedingungen ab. Bei ungünstigen Wetterbedingungen könnte es daher zu kurzfristigen Verschiebungen kommen. Die Wetterprognose für die geplanten Tage deutet jedoch auf günstige, sonnige Wetterverhältnisse hin, was für die Durchführung der Flüge sprechen würde.

Spezifikationen des ILS

Das Instrumentenlandesystem ist seit 1950 ein standardisiertes bodengestütztes Flugnavigationsfunksystem, das Piloten Präzisionsanflüge bei Tag und Nacht ermöglicht. Es ist besonders wichtig für die sichere Landung von Flugzeugen unter schwierigen Sichtverhältnissen. Ein ILS-System besteht aus einem Localizer, der für die horizontale Führung zuständig ist, und einem Glide Path, der die vertikale Führung übernimmt. Diese Systeme ermöglichen es, dass Anflüge sowohl bei klarer Sicht als auch bei Nebel sicher durchgeführt werden können, sofern die Landebahn entsprechend ausgestattet ist.

Der Bodensee-Airport Friedrichshafen, als der südlichste Verkehrsflughafen Deutschlands, spielt eine entscheidende Rolle für den Wirtschaftsstandort und bietet zahlreiche direkte Flugverbindungen. Die regelmäßigen Vermessungsflüge, die zweimal jährlich stattfinden, sind vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung vorgeschrieben, um die Funktionsfähigkeit von ILS-Anlagen zu garantieren. Momentan sind in Deutschland 45 ILS-Systeme an internationalen Flughäfen installiert, die regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden müssen, um Störungen, die durch Reflexionen von Gebäuden entstehen können, zu vermeiden.

Informationen für Reisende

Für Passagiere, die aus Risikogebieten nach Deutschland einreisen möchten, gibt es spezifische Regelungen. Diese Personen müssen vor dem Flug das Passenger Locator Form (PLF) ausfüllen und die Formulare werden von der Crew vor der Landung gesammelt. Bei einem Aufenthalt von 48 Stunden oder länger in einem Risikogebiet sind die Reisenden verpflichtet, eine 14-tägige häusliche Quarantäne einzuhalten. Diese Vorschriften sind Teil der Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 und gelten auch am Bodensee-Airport.

Die Bevölkerung wird um Verständnis für mögliche Lärmbelästigungen während der Prüfungen gebeten, die in den kommenden Tagen stattfinden werden. Die Sicherheit und Effizienz des Flugverkehrs haben jedoch höchste Priorität, und die Vermessungsflüge sind ein notwendiger Schritt, um dies zu gewährleisten.

Weitere Informationen zu den Regelungen und den Flügen finden Sie auf den Seiten des Bodensee-Airports, Bodensee-Airport, Schwäbische sowie Details zum Instrumentenlandesystem auf Wikipedia.