Marijam Agischewa, die als Professor Dr. Karin Patzelt in der beliebten Arztdramaserie „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ bekannt wurde, feiert am 30. Januar 2025 ein besonderes Jubiläum. An diesem Tag wird die Serie, in der sie seit dem Beginn im Jahr 2015 spielt, ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Die Jubiläumsfolge wird um 18:50 Uhr ausgestrahlt und verspricht viel Drama, gefolgt von einer Vielzahl von Emotionen, die die Zuschauer in den letzten zehn Jahren verfolgt haben.

Im Alltag wird Agischewa von Fans oft als „Frau Professor“ angesprochen, was sie nicht als störend empfindet. Sie wird häufig in ihrer Heimat Berlin erkannt, sei es auf dem Marktplatz oder im Supermarkt. Allerdings stellt sie keine Diagnosen für ihre Anhänger, was die Grenze zwischen Film und Realität bewahrt. Ihre Rolle hat seit der ersten Episode der Serie eine zentrale Bedeutung, und die Fans können sich auf viele Geschichten voller Herzschmerz und dramatischer Operationen freuen; insgesamt wurden 631 Operationen in der Serie durchgeführt.

Der Weg zur Schauspielkarriere

Geboren als Melan Schwarz am 22. Dezember 1958 in Hangzhou, China, wuchs Marijam Agischewa in der DDR auf, nachdem ihre Familie mit zwei Jahren dorthin gezogen war. Ihr Vater, Ernst Schwarz, war ein österreichischer Diplomat und lehrte Sinologie an der Humboldt-Universität. Agischewa wurde 1975 für die Hauptrolle im DEFA-Fernsehfilm „Geschwister“ entdeckt und studierte anschließend an der Schauspielschule Ernst Busch in Ost-Berlin.

Bereits im Jahr 1980 wurde sie mit einem Filmpreis des Jugendmagazins „Neues Leben“ für ihre Rolle in „Marta, Marta“ ausgezeichnet und zur beliebtesten Schauspielerin der DDR gewählt. Trotz ihrer Erfolge in der DDR, darunter Auftritte in Serien wie „Familie Neumann“ und „Treffpunkt Flughafen“, entschied sie sich 1989 nach einem Aufenthalt in den USA, nicht in die DDR zurückzukehren. Sie ließ sich in West-Berlin nieder und setzte ihre Karriere in der wiedervereinigten deutschen Film- und Fernsehlandschaft fort.

Vielfältige Rollen und Engagements

Agischewa ist neben ihrer Arbeit in „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ auch aus anderen Produktionen bekannt, darunter „Wolffs Revier“ und „Tatort“. Für ihr schauspielerisches Talent wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als Fernsehliebling des Jahres 1987. Zudem hat sie als Synchronsprecherin und selbstständige Heilpraktikerin für Psychotherapie in Berlin gearbeitet.

Persönlich hat Agischewa eine Tochter, Olivia, aus ihrer ersten Ehe mit Schauspieler Wolfgang Häntsch. Seit 1995 ist sie in zweiter Ehe mit Georg Alexander, einem ehemaligen Chef der ZDF-Spielfilmabteilung, verheiratet. Mit über 40 Produktionen in ihrer Filmografie hat Agischewa eine bemerkenswerte Karriere hinter sich, die sowohl von ihrer schauspielerischen Leidenschaft als auch von ihrem Engagement für die Kunst geprägt ist.

Mit ihrem bevorstehenden Jubiläum bleibt Marijam Agischewa eine herausragende Figur im deutschen Fernsehen, und die kommenden Folgen ihrer Serie versprechen spannende Entwicklungen.