Prof. Dr. Volker Haucke, der Direktor des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin und Professor für Molekulare Pharmakologie an der Freien Universität Berlin, wurde mit dem renommierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2025 ausgezeichnet. Die Ehrung wurde am Mittwoch in Berlin während einer feierlichen Veranstaltung verliehen. Haucke erhielt den Preis in gemeinsamer Auszeichnung mit neun weiteren Forschenden, was die Bedeutung dieser Auszeichnung unterstreicht.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) würdigte insbesondere Hauckes bahnbrechende Forschung im Bereich des Lipidsignaling und der synaptischen Signalübertragung im Nervensystem. Der Leibniz-Preis, der als der wichtigste deutsche Förderpreis gilt, ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert, die zur Finanzierung seiner zukünftigen Forschungsarbeiten eingesetzt werden sollen. Haucke wurde Ende 2024 aus 142 Nominierten ausgewählt.

Forschungsschwerpunkt und Bedeutung

Hauckes Forschungsarbeit konzentriert sich auf die molekularen Prozesse, die die Funktion von Nervenzellen ermöglichen, insbesondere auf den zellulären Mechanismus der Endozytose. Diese spielt eine entscheidende Rolle in der Signalübertragung an Synapsen sowie in der Regulierung der Zellmembran. Seine Arbeiten haben grundlegende Erkenntnisse über das Zusammenspiel von neuronalen Proteinkomplexen, Lipidsignalen und den Abbaumechanismen zelleigener Bestandteile hervorgebracht.

Darüber hinaus führten seine Forschungsergebnisse zur Entwicklung von Hemmstoffen für zentrale Enzyme des Lipidstoffwechsels, die möglicherweise bedeutende therapeutische Anwendungen, beispielsweise in der Krebsforschung, bieten könnten. Haucke hat sich als führende Figur in diesem Forschungsfeld etabliert und wurde für seine Verdienste bereits mit mehreren Auszeichnungen geehrt, darunter einem ERC Advanced Grant und dem Feldberg-Preis 2020.

Akademischer Werdegang

Haucke studierte Biochemie an der Freien Universität Berlin und promovierte am Biozentrum der Universität Basel. Nach einem Postdoktoranden-Aufenthalt an der Yale University, wo er wertvolle internationale Erfahrung sammelte, leitete er eine Nachwuchsgruppe an der Universität Göttingen. Seit 2012 ist er Direktor des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie in Berlin.

Zusätzlich ist Haucke Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Organisationen, darunter die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie die Academia Europaea und die European Molecular Biology Organization (EMBO), was seine Bedeutung in der internationalen Wissenschaftsgemeinde weiter verstärkt.

Die Auszeichnung mit dem Leibniz-Preis ist nicht nur eine Anerkennung seiner bisherigen Leistungen, sondern auch ein Ansporn für zukünftige Forschungen, die möglicherweise neue, vielversprechende Wege in der Medizin eröffnen könnten. Für weitere Informationen zu den Preisträgern des Leibniz-Preises 2025 siehe die DFG-Webseite hier.

Quellen

Referenz 1
www.fu-berlin.de
Referenz 3
www.dfg.de
Quellen gesamt
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