Am Mittwochabend, dem 29. Januar 2025, kam es in Genthin im Jerichower Land zu einem Brand, der ein Fahrzeug vollständig zerstörte. Ein blauer VW Golf, kurz davor von seinem Besitzer vor einem Mehrfamilienhaus in der Hasenholztrift abgestellt, war in Flammen aufgegangen. Der Autobesitzer bemerkte den Brand etwa 25 Minuten später aus dem Fenster seiner Wohnung und alarmierte umgehend die Feuerwehr, die um 23:25 Uhr eintraf und das Feuer löschte. Trotz der schnellen Einsatzmaßnahmen konnten die Einsatzkräfte nicht verhindern, dass das Auto komplett ausbrannte. Der Gesamtschaden wird im unteren vierstelligen Bereich geschätzt, berichtet Tag24.

Die Polizei geht von Brandstiftung durch unbekannte Täter aus. Ob es sich um einen Einzelfall oder eine Serie handelt, ist derzeit unbekannt. Die Ermittlungen laufen noch, und die Polizei Jerichower Land hat einen Zeugenaufruf gestartet. Personen, die Hinweise zu Tatverdächtigen oder sachdienliche Informationen haben, können sich unter der Telefonnummer 03921/920-0 oder per E-Mail an levd.prev-jl@polizei.sachsen-anhalt.de wenden, wie Radio SAW berichtet.

Kontext zur Brandstiftung

Brände an Fahrzeugen sind ein wiederkehrendes Problem nicht nur in Genthin, sondern auch in anderen Städten. Im Jahr 2024 wurden in Berlin beispielsweise rund 750 Brandstiftungen an Autos registriert. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren, in denen jeweils etwas mehr als 570 Fahrzeuge in den Jahren 2022 und 2023 betroffen waren. Der Großteil dieser Brandstiftungen geschehen aus unpolitischen Motiven, wie Vandalismus, Versicherungsbetrug oder persönlichen Streitigkeiten, berichtet rbb24.

Die Ermittlungen zu den Auto-Brandstiftungen stellen sich oft als schwierig dar; in Berlin konnten nur in wenigen Fällen die Täter gefasst werden. Diese Situation wirft die Frage auf, wieso solch kriminelle Handlungen zunehmen und was getan werden kann, um die Sicherheit der Bürger und deren Eigentum zu gewährleisten.