Christopher Rüping wurde als Preisträger des Theaterpreises Berlin 2023 bekannt gegeben. Die Bekanntgabe erfolgte durch den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU), der in seiner Funktion als Vorsitzender des Stiftungsrats die Auszeichnung verkündete. Mit dem Preis, der mit 20.000 Euro dotiert ist, werden herausragende Leistungen im deutschsprachigen Theater gewürdigt. Der Theaterpreis wurde 1988 von der Stiftung Preußische Seehandlung ins Leben gerufen, um Künstler für ihr Lebenswerk und besondere Einzelleistungen zu honorieren. Die Verleihung findet Anfang Mai im Rahmen des Berliner Theatertreffens statt, welches ein bedeutendes Ereignis in der deutschen Theaterlandschaft darstellt.
In der Begründung des Preises lobt die Jury Rüpings Schaffen, insbesondere seine Offenheit gegenüber dunklen Emotionen und die Fähigkeit, mit dem Publikum auf Augenhöhe zu kommunizieren. Rüping selbst äußert gemischte Gefühle hinsichtlich der Auszeichnung, da er die aktuelle Gefährdung des Theaters im Blick hat. Der 1985 in Hannover geborene Regisseur plant, die Auszeichnung gemeinsam mit Freunden und Weggefährten im Haus der Berliner Festspiele zu feiern.
Vielfältige Inspiration und Erfolge
Christopher Rüping hat sich einen Namen gemacht durch die Auswahl seiner Stoffe, die von der Antike bis zum zeitgenössischen Roman reichen. Themen wie Zugehörigkeit, Verlust und Utopie stehen im Mittelpunkt seiner Inszenierungen. Er wurde mehrfach zum „Regisseur des Jahres“ gewählt und hat fünfmal Einladungen zum Berliner Theatertreffen erhalten. Zu seinen Highlights zählt die Inszenierung von „Das einfache Leben“, die 2022 in die engere Auswahl kam. Weitere Einladungen erfolgten mit Stücken wie „Dionysos Stadt“, das ihm den Nestroy-Preis für die beste Aufführung im deutschsprachigen Raum einbrachte.
Rüping studierte Regie an der Theaterakademie Hamburg und der Zürcher Hochschule der Künste. Erste Regiearbeiten führten ihn nach Hannover, Hamburg und Frankfurt, bevor er als Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen von 2016 bis 2019 tätig war. Derzeit ist er Hausregisseur am Schauspielhaus Zürich und begeistert das Publikum mit seinen zarten und überschwänglichen Inszenierungen.
Ein vielseitiger Künstler
Seit 2022 hat sich Rüping auch als Opernregisseur etabliert, zuletzt mit der Inszenierung „Il ritorno / Das Jahr des magischen Denkens“ an der Bayerischen Staatsoper. Seine Arbeiten „Gier“ und „Einfach das Ende der Welt“ sind am Deutschen Theater Berlin zu sehen, beide als Übernahmen aus Zürich. Mit seinen innovativen Ansätzen und der Fähigkeit, tief in menschliche Emotionen einzutauchen, zeigt Rüping, dass er zu den bedeutendsten Regisseuren der deutschsprachigen Theaterlandschaft gehört.
Er wird auch weiterhin sowohl die Bühnen des Theaters als auch das Opernhaus besuchen und seine künstlerische Vision mit seinem Publikum teilen. Die kommenden Monate versprechen viele spannende Projekte und Kreativität von einem der eindrucksvollsten Regisseure der Gegenwart. Für mehr Informationen zu Christopher Rüping und seinen Arbeiten besuchen Sie Berliner Festspiele.