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Sparkassen-Skandal: Kunden können Geld zurückfordern

Entscheidung im Sinne der Kunden: Sparkasse verliert vor Gericht - Was bedeutet das für Bankkunden?

Die Berliner Sparkasse hat vor Gericht eine Niederlage erlitten, die sich für die Kunden positiv auswirken könnte. Verbraucherschützer hatten gegen die Sparkasse geklagt, da diese unangekündigte Kostenerhöhungen vorgenommen hatte. Das Gericht entschied zugunsten der Kunden, die nun möglicherweise eine Rückerstattung erwarten können.

Das Berliner Kammergericht bestätigte die Sichtweise der Verbraucherzentrale, dass die Sparkasse die Kosten ohne Zustimmung der Kunden nicht hätte erhöhen dürfen. Kunden, die von den unrechtmäßigen Gebührenerhöhungen betroffen sind, könnten nun auf Rückzahlungen hoffen, sobald das Urteil rechtskräftig ist.

Neben der Berliner Sparkasse könnten auch andere Banken von ähnlichen Problemen betroffen sein. Laut Berichten gab es bei verschiedenen Geldinstituten Ereignisse, bei denen die Gebühren unerlaubt erhöht wurden. Die Postbank, die Deutsche Bank, die ING Diba, die Commerzbank und die Sparkasse Ulm könnten ebenfalls von der gerichtlichen Entscheidung beeinflusst werden.

Bankkunden, die zwischen Januar 2018 und April 2024 eine Kostenerhöhung bei der Kontoführungsgebühr feststellen, sollten prüfen, ob sie Anspruch auf Rückzahlungen haben. Die Verbraucherzentrale bietet ein Musterschreiben an, das Kunden nutzen können, um das zu viel gezahlte Geld von ihrer Bank zurückzufordern. Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg betonte, dass die Gebührenerhöhungen der vergangenen Jahre unwirksam seien und Kunden berechtigt seien, ihr Geld zurückzufordern.

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Lebt in Zwickau und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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