Svenja Suhr aus Oranienburg hat sich auf eine besondere Weise mit den Haaren ihrer Hunde befasst. Sie spinnt Hundewolle und beweist, dass diese eine wertvolle Ressource sein kann. Laut Sächsische.de ist Hundewolle ganze 80 Prozent wärmer als Schafswolle. In ihrer Handweberei „Weberschiffchen“ stellt Suhr Mützen, Schals, Tücher und Stulpen aus Hundefell her und bietet damit eine einzigartige Möglichkeit, Erinnerungen an geliebte Haustiere festzuhalten.
Hundebesitzer kennen das Problem: Die Fellhaare der Tiere sammeln sich gerne auf Möbeln und Kleidung. Suhr hat eine Lösung gefunden, indem sie diese Haare in Wolle verwandelt. Aktuell hat sie für einen Auftrag drei Kilogramm weiß-graue Wolle von Samojeden erhalten, einer Rasse, die für ihr langes, flauschiges Fell bekannt ist.
Über die Samojedenwolle
Die Samojedenwolle, die Suhr verarbeitet, wird aus dem ausgekämmten Fell dieser Hunderasse gewonnen. Laut KnitArt ist sie fluffig und leicht, zudem weich und wärmend. Die Wollfasern haben eine Stapellänge von etwa 30 bis 50 mm und stammen aus einem guten Zuhause. Dies ist wichtig, da die Fellpflege und -gesundheit der Hunde von großer Bedeutung sind. Regelmäßige Kontrollen, etwa auf Augen- oder Herzgesundheit, sollten durchgeführt werden.
Die Wolle wird mehrfach handkardiert, bevor sie zu Produkten wie Handschuhen oder Mützen verarbeitet wird. Zudem sind die englischen Samojeden bekannt für ihren geselligen und freundlichen Charakter, wodurch sie sich als treue Begleiter erweisen.
Einblick in die Verarbeitung von Wolle
Die richtige Vorbereitung der Wolle ist entscheidend für die Qualität des Endprodukts. Laut Sabines Handspinnerei sollten keine geschnittenen, verfilzten oder stark verschmutzten Haare verwendet werden. Die Wolle muss luftig gelagert werden, um ihre Eigenschaften zu bewahren. Nach dem Erhalt sortiert und wäscht Suhr die Wolle, kardiert und spinnt sie, bevor sie sie zu einem Knäuel wickelt. Jedes Knäuel ist ein Unikat und hebt sich von industrieller Ware ab.
Das Arbeiten mit Hundewolle bietet nicht nur eine kreative Möglichkeit, Erinnerungen zu bewahren, sondern fördert auch das Bewusstsein für die Potenziale von Haustierhaaren. Svenja Suhr ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Recycling und Handwerk zusammenkommen können, um etwas Einzigartiges zu schaffen.