In einer spektakulären Razzia haben der Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft heute in Tempelhof-Schöneberg und Neukölln neun Wohnanschriften durchsucht. Hintergrund sind zwei explosiv dekonstruierte Silvester-Böller, die massive Schäden und Verletzte hinterließen. Acht Männer zwischen 20 und 25 Jahren werden mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert, darunter das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und Körperverletzung.

Am Neujahrstag zündeten die Verdächtigen gegen 1:20 Uhr an einer belebten Kreuzung einen hochgefährlichen Böller, der eine Litfaßsäule pulverisierte. Die Explosion schleuderte Holzpaletten 50 Meter weit und ließ die Fensterfronten mehrerer Gebäude zerbersten. Fünf Personen wurden durch herumfliegende Glassplitter verletzt, während der Sachschaden auf über 100.000 Euro geschätzt wird. Bei den Durchsuchungen wurden Handys, pyrotechnische Gegenstände sowie Drogen gefunden. Obgleich keine Festnahmen stattfanden, wird die Auswertung der Beweismittel nun entscheidend für die Ermittlung sein.