BerlinReisen

Neues Zuhause für Geflüchtete: Container-Unterkunft auf dem Alexander-Barracks-Gelände in Spandau geplant

Neue Unterkünfte für Flüchtlinge in Berlin-Spandau: Bürgermeister überrascht

Der Bürgermeister von Spandau, Frank Bewig, zeigt sich irritiert, nachdem der Berliner Senat die Planung einer neuen Unterkunft für Geflüchtete in Spandau bekannt gegeben hat. Die Kommunikation zwischen dem Bezirk und dem Senat wird von ihm kritisiert. Die geplante Unterkunft soll bis zu 500 Geflüchtete aufnehmen und auf dem Alexander-Barracks-Gelände entstehen. Die Pläne zur Errichtung einer Pflegeeinrichtung durch Vivantes und die Charité auf dem Gelände wurden 2022 verworfen.

Die Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe setzt auf eine dezentrale Verteilung von Geflüchteten in Spandau, wobei Großunterkünfte abgebaut werden sollen. Die Task-Force, bestehend aus dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten, der Berliner Immobilienmanagement GmbH und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, sucht nach geeigneten Grundstücken für Unterkünfte. Es wurde festgestellt, dass bis Ende 2024 in Berlin bis zu 6000 Plätze für Geflüchtete fehlen.

Frank Bewig bemängelt, dass der Bezirk nicht vorab über die Pläne informiert wurde, was eine Vorbereitung auf die Auswirkungen der neuen Unterkunft erschwert. Insbesondere die soziale Infrastruktur in Spandau, wie Schulen, Kitas und Ärzte, ist bereits überlastet. Trotzdem sollen die geplanten Wohnungen am Askanierring 70 nach ihrer temporären Nutzung für Geflüchtete dem Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt werden.

Berlin News Telegram-KanalBerlin News Telegram-Kanal Berlin News Twitter-Kanal

Alexander Klein

Lebt in Zwickau und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"