Auf dem Tempelhofer Feld in Berlin wird in naher Zukunft der Bau von neuen dreigeschossigen Wohncontainern für bis zu 1.000 Geflüchtete realisiert. Geplant sind insgesamt neun Wohncontainerblöcke, deren Bezug im zweiten Halbjahr 2026 möglich sein soll. Dieses Vorhaben wurde bereits im Design und Konzept fertiggestellt, was für die Verantwortlichen eine positive Nachricht darstellt. Aktuell sind in Berlin 36.231 Plätze in Geflüchtetenunterkünften belegt, ein Zustand, der oft kritisiert wird, da die Lebensbedingungen in vielen Unterkünften als unzureichend empfunden werden. Laut dem rbb24 gibt es bereits über 2.000 Menschen, die vorübergehend in anderen Wohncontainern und alten Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof leben.
Ein wichtiger Aspekt des neuen Wohnprojektes ist die geplante Willkommensschule, die für etwa 150 Kinder und Jugendliche aus den Containerunterkünften errichtet werden soll. Diese Bildungseinrichtung wird auf einem Parkplatz angesiedelt und voraussichtlich im Herbst 2025 in Betrieb genommen. Laut n-tv ist die Situation in den Notunterkünften in Berlin besonders angespannt, da neben den regulären Unterkünften von circa 35.000 Flüchtlingen auch etwa 10.000 Personen in Notunterkünften untergebracht sind, häufig auf ehemaligen Flughäfen wie Tempelhof und Tegel.
Langfristige Planung und Ausweitung der Kapazitäten
Zusätzlich zu den neuen Wohncontainern auf dem Tempelhofer Feld hat der Senat die Errichtung von weiteren Unterkünften für Geflüchtete an 16 weiteren Standorten beschlossen, die zwischen 2025 und 2026 fertiggestellt werden sollen. Dazu gehört beispielsweise der Standort in Reinickendorf, der über 210 Plätze verfügen wird. Insgesamt sollen durch die Container-Bauweise 6.130 weitere Plätze geschaffen werden. Die durch den Berlin hilft festgelegten Standorte und deren Kapazitäten sind im Folgenden aufgeführt:
Standort | Kapazität |
---|---|
Reinickendorf – Tegel | 210 Plätze |
Spandau | 500 Plätze |
Pankow | 500 Plätze |
Lichtenberg – Alt-Hohenschönhausen | 620 Plätze |
Treptow-Köpenick – Rahnsdorf | 500 Plätze |
Tempelhof | 240 Plätze |
Reinickendorf – Tegel (Nord) | 500 Plätze |
Pankow – Französisch Buchholz | 500 Plätze |
Lichtenberg – Neu-Hohenschönhausen | 150 Plätze |
Lichtenberg – Neu-Hohenschönhausen | 510 Plätze |
Neukölln – Britz | 450 Plätze |
Lichtenberg | 310 Plätze |
Steglitz-Zehlendorf – Dahlem | 260 Plätze |
Charlottenburg-Wilmersdorf – Grunewald | 330 Plätze |
Treptow-Köpenick | 150 Plätze |
Pankow – Prenzlauer Berg | 400 Plätze |
Diese neue Initiative ist Teil eines Programms, das als „Wohncontainer-Programm 2.0“ bekannt ist. Neben der Schaffung zusätzlicher Kapazitäten beinhalten die Pläne auch eine langfristige Nutzung der neuen Unterkünfte, mit einigen sogar bis 2030. Durch dieses umfassende Programm soll den Herausforderungen der steigenden Flüchtlingszahlen effektiv begegnet werden, insbesondere angesichts der Ankunft von rund 16.200 Flüchtlingen in den ersten drei Quartalen 2024, verglichen mit 24.400 im Jahr 2023.