In Kiel bleibt die Müllentsorgung wegen eines Warnstreiks bis Freitag, den 7. März, ausgesetzt. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) führt diesen Streik fort, was in vielen Teilen der Stadt zu einem Müllchaos führen könnte. Besonders betroffen sind die Stadtteile Gaarden und Mettenhof, wo Bürger*innen mit überfüllten Mülltonnen rechnen müssen. ABK-Chef Christian Schmitt betont, dass die Mitarbeitenden stark gewerkschaftlich organisiert sind und viele von ihnen am Streik teilnehmen. Unterstützung erhält das Team aus der Straßenreinigung, um die Müllproblematik teilweise zu lindern, allerdings reicht dies nicht aus, um die regulären Touren aufrechtzuerhalten.

Laut kn-online.de gibt es bereits Nachwirkungen vorheriger Streiks, die das Müllaufkommen beeinflussen. Dies ist der vierte Streik des Abfallwirtschaftsbetriebs in diesem Jahr, und die Grüne Ratsfraktion fordert dringend ein Konzept zur Müllentsorgung während der Streikzeiten. Ein weiterer Aspekt, der zur Problematik beiträgt, ist die Tatsache, dass die Notbesetzung nicht die regulären Dienste übernehmen kann, was die Situation weiter verschärft.

Hintergrund der Streiks

Die aktuellen Streiks in Kiel stehen im Zusammenhang mit bundesweiten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst, die auch andere Regionen betreffen. So berichtet tagesschau.de, dass in Berlin und Brandenburg ähnliche Warnstreiks stattfinden. Wegen finanzieller Forderungen, die von der Gewerkschaft Verdi erhoben werden, haben die Beschäftigten der Müllabfuhr ebenfalls ihre Arbeit niedergelegt. Dies betrifft nicht nur die Müllentsorgung, sondern auch Kitas und Pflegeeinrichtungen in der Region, die am Donnerstag und Freitag ebenfalls betroffen sind.

Ein Problem, das durch die Streiks verursacht wird, ist die Überfülle an Abfallbehältern in dicht besiedelten Gebieten. Laut abki.de bleiben in vielen Stadtteilen die Mülltonnen ungeleert, und lediglich die Abfalleimer in der Innenstadt werden entleert. Bürger*innen sind daher angehalten, überschüssigen Müll in reißfesten und verschlossenen Abfallsäcken am Straßenrand bereitzustellen, um eine Ansammlung von Abfall zu vermeiden, bis die regulären Leerungen wieder stattfinden können.

Reaktionen und Maßnahmen

Die Stadt hat bereits reagiert und erlässt Kosten für Sonderleerungen von überquellenden Müllcontainern. Diese Sonderleerungen, die normalerweise 100 Euro für einen 1100-Liter-Behälter kosten, sollen den Bürger*innen helfen, die Situation zu entschärfen. Die Forderungen der Grünen und des SSW, die das Abfallentsorgungssystem sowie die Müllgebühren überprüfen möchten, werden in diesen Kontext gestellt, um die Entsorgung auch während solcher Streiks langfristig zu verbessern.

Zusammenfassend zeigt sich, dass die Lage in Kiel sowie in anderen Regionen Deutschlands anhaltend angespannt ist. Die Proteste der Beschäftigten im öffentlichen Dienst verdeutlichen die Notwendigkeit von fairen Arbeitsbedingungen, während der Bürger mit den direkten Folgen von Arbeitsniederlegungen konfrontiert wird.