Berlin

Metropolen-Stress: Mieter fliehen aufs Land

Mieten in Berlin auf Rekordniveau - Welche Auswirkungen hat die steigende Nachfrage?

Die Nachfrage nach Mietwohnungen in Berlin steigt innerhalb von nur zwei Jahren um 29 Prozent und im Umland sogar um 41 Prozent. Experten der Immobilien-Plattform ImmoScout24 geben an, dass Mietsuchende vermehrt ihr Interesse auf umliegende Gemeinden ausweiten. Der wachsende Wettbewerb auf dem Mietmarkt unterstreicht den weiterhin bestehenden Mangel an Wohnraum und die dringende Notwendigkeit von mehr Neubauten. Die geforderten Neubaumieten in Berlin liegen im Durchschnitt bei 1356 Euro für 70 Quadratmeter und gehören damit zu den teuersten in Deutschland, nur übertroffen von München. Im Vergleich zu anderen Metropolen sind die Bestandsmieten in Köln, Hamburg, Frankfurt am Main und vor allem München teurer als in Berlin, sowohl im Bestand als auch im Neubau. Trotz gestiegener Preise für Neubaumieten und Kaufangebote in Berlin verzeichnen Kaufimmobilien insbesondere in Neubauten einen Anstieg des Interesses und der Kontaktaufnahmen um fast 50 Prozent. Die Preise für Bestandswohnungen bleiben weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres, während es bei Kaufangeboten für Einfamilienhäuser insbesondere bei Neubauten in Berlin einen deutlichen Preisanstieg gibt.

Lebt in Zwickau und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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