Das umstrittene Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem VfL Bochum, das am 14. Dezember 2023 mit einem Unentschieden von 1:1 endete, hat nun eine endgültige Entscheidung erfahren. Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat nach 76 Tagen im Berufungsverfahren das Spiel zugunsten von Bochum mit 2:0 gewertet, wie RP Online berichtet. Diese Entscheidung hat erheblichen Einfluss auf den Abstiegskampf der Bundesliga.

Der Vorfall, der zu diesem Urteil führte, ereignete sich in der Nachspielzeit des Spiels, als der Torwart von Bochum, Patrick Drewes, von einem Feuerzeug getroffen wurde. Dies zwang die Schiedsrichter dazu, das Spiel vorübergehend zu unterbrechen. Da das Wechselkontingent des VfL Bochum bereits erschöpft war, musste der Angreifer Philipp Hofmann vorübergehend das Tor hüten, was die sportliche Integrität des Spiels beeinträchtigte.

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Berufungsverfahren und Konsequenzen

Ursprünglich hatte das DFB-Sportgericht am 9. Januar 2025 entschieden, dass der VfL Bochum aufgrund der Umstände einen 2:0-Sieg zugesprochen bekommt. Diese Entscheidung wurde nun in der Berufungsverhandlung am 28. Februar 2025 bei DFB-Campus in Frankfurt bestätigt. Union Berlin, das in diesem Fall einen Punkt abgezogen bekam, wollte gegen das Urteil Berufung einlegen, die jedoch abgelehnt wurde. Der Verein bleibt damit auf Tabellenrang 13, während Bochum durch die Wertung die Möglichkeit erhielt, den 1. FC Heidenheim im Abstiegskampf zu überholen.

Die Verhandlung wurde von Oskar Riedmeyer geleitet, dem Vorsitzenden des DFB-Bundesgerichts. In der Sitzung wurden auch die Argumente der am Verfahren beteiligten Vereine angehört. Bochum argumentierte, dass eine harte Entscheidung zur Abschreckung für zukünftige Vergehen führen könnte, während Union Berlin die Auffassung vertrat, dass das Wurfereignis nicht zuvorsehbar gewesen sei und die Verantwortung für einen möglichen Spielabbruch beim Schiedsrichter liege.

Zurückgelegte Schritte und mögliche Folgen

Für den Feuerzeugwerfer wurde nicht nur der Ausschluss aus dem Verein Union Berlin beschlossen, sondern es erwartet ihn auch ein bundesweites Stadionverbot für drei Jahre. Zudem wurden Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Sportgerichtsbarkeit des DFB, welche die Vorfälle rechtlich klärt, umfasst verschiedene Behörden, darunter das DFB-Sportgericht und das DFB-Bundesgericht, wie dfb.de erläutert.

Die Action im Zusammenhang mit dieser Spielwertung könnte nicht nur die Ergebnisse im Abstiegskampf beeinflussen, sondern auch als Präzedenzfall für ähnlich gelagerte Vorfälle in der Zukunft dienen. Vergleichbare Fälle, wie etwa die Begegnung zwischen Alemannia Aachen und dem 1. FC Nürnberg, zeigen, dass solche Vorfälle zu Geldstrafen, Ausschlüssen und sogar zu Wiederholungsspielen führen können.

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