Die Diepholzer Politik hat einen neuen Bebauungsplan für die Umwandlung des Gartencenters Tasche in ein Wohngebiet in Heede empfohlen. Bei einer Zustimmung des Stadtrats könnten hier bis zu 15 neue Wohnhäuser entstehen, was eine bedeutende Entwicklung für die Gemeinde darstellen würde. Die Abstimmung im Diepholzer Rat ist für Mittwoch, den 19. März, angesetzt. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Klima und Mobilität (SKM) hat bereits einstimmig für das Vorhaben gestimmt, wie die Kreiszeitung berichtet.

Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Schaffung von sozialem Wohnraum, da die Stadt Heede den Fokus auf bezahlbare Wohnungen legen möchte. Der Inhaber des Gartencenters, Horst Tasche, hat einige Ideen für die zukünftige Nutzung des Geländes, die momentan intern besprochen werden. Das Areal wird sich am Katharina-Staritz-Weg befinden, und die geplanten Grundstücke sollen Größen zwischen 900 und 1.500 Quadratmetern aufweisen. Zukünftige Bauvorschriften erlauben bis zu zwei Vollgeschosse pro Gebäude mit einer maximalen Firsthöhe von 9,80 Metern. Ebenso sind Mehrparteienhäuser in der Planung integriert, was die Wohnraumvielfalt erweitern könnte.

Geplante Infrastruktur und Grünflächen

Unterstützende Maßnahmen sind ebenfalls vorgesehen. So soll ein öffentlicher Fußweg entlang der Grawiede angelegt werden, ergänzt durch Grünflächen und Gewässer im neuen Wohngebiet. Eine öffentliche Grünfläche im Süden des Areals wird zusätzlich eingeplant, um die Lebensqualität der zukünftigen Bewohner zu verbessern. Diese Entwicklung ist besonders wichtig, da der soziale Wohnungsbau auch in anderen Städten wie Hamburg und Berlin als entscheidend für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums angesehen wird, wie die Bundesregierung darstellt.

Die Bundesregierung plant, bis 2028 eine Rekordsumme von 21,65 Milliarden Euro allein für den sozialen Wohnungsbau zu investieren. Diese Initiative zielt darauf ab, neuen bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen zu schaffen und den bestehenden Wohnraum zu modernisieren. Das Vorhaben in Heede könnte somit Teil eines größeren Mosaiks von Maßnahmen sein, die die Lebenssituation vieler Menschen nachhaltig verbessern könnten.

Ausblick auf die Bauarbeiten

Die ersten Bauarbeiten für das neue Wohngebiet in Heede sind jedoch frühestens 2027 zu erwarten. Der Satzungsbeschluss erforderte aufgrund aktueller Änderungen im Entwurf des Bebauungsplans eine erneute öffentliche Auslegung, nachdem Träger öffentlicher Belange und Privatpersonen ihre Bedenken geäußert hatten. Glücklicherweise wurden die Rückmeldungen in den Entwurf eingearbeitet, sodass eine weitere Auslegung nicht notwendig ist.

Insgesamt stellt die Empfohlenheit des Bebauungsplans einen bedeutenden Schritt in die Zukunft für die Stadt Heede dar. Sowohl die Schaffung von neuem Wohnraum als auch die Integration eines sozialen Ansatzes könnten wesentlich zur Lebensqualität der Gemeinde beitragen und sind daher von größter Wichtigkeit.