Am 1. Februar 2025 feierte Borussia Dortmund seinen ersten Bundesliga-Sieg des Jahres, unter der Leitung von Interimstrainer Mike Tullberg. Die Mannschaft setzte sich mit 2:1 gegen den 1. FC Heidenheim durch. Serhou Guirassy und Maximilian Beier erzielten die Tore für den BVB, während Mathias Honsak für Heidenheim verkürzte. Tullbergs Jubel war unübersehbar, als er nach dem Spiel seine Freude mit den mitgereisten Fans teilte, was für einige Kritiker als übertrieben galt. Er zog seine Jacke aus und zeigte auf seinen Pullover, auf dem „Dortmund“ stand. Diese Geste signalisierte seine tiefe Verbundenheit mit dem Verein, was von BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl als „emotional“ beschrieben wurde.

Insgesamt hatte Tullberg in seiner kurzen Amtszeit als Interimstrainer in drei Spielen zwei Siege und ein Unentschieden erzielt, nachdem er den Posten nach einer Serie von vier Pflichtspielniederlagen übernommen hatte. Vor dem Sieg gegen die Heidenheimer hatte Dortmund bereits ein 2:2 gegen Werder Bremen und ein 3:1 gegen Shakhtar Donezk erzielt. Tullberg wird nun wieder die U19 des Vereins coachen, während Niko Kovac ab Sonntag die Verantwortung für die Profimannschaft übernimmt.

Ein emotionaler Abschied

Tullbergs emotionaler Ausbruch nach dem Spiel wurde nicht von allen Experten positiv aufgenommen. Fußballgrößen wie Erik Meijer und Dietmar Hamann äußerten sich kritisch zu seinem Jubel, der, so Hamann, den Anschein erweckte, Tullberg stelle sich selbst in den Vordergrund, trotz seiner Erklärungen, dass es primär um die Mannschaft und den Verein ginge. Dennoch ist der BVB unter Tullberg wieder auf Kurs, nachdem die Mannschaft zuvor in der Tabelle bedroht war.

Unter der Leitung von Niko Kovac, dem neuen Trainer, stehen einige Anpassungen an, um das Team auf die oberen Plätze der Tabelle zu bringen. Die positive Spielweise und das belebte Teamgefühl dürften Kovac die Mitwirkung an einem erfolgreichen Übergang erleichtern.

Baumgarts Rückkehr zu Union Berlin

Parallel zur Trainerwechsel-Thematik nahm Steffen Baumgart seine Rückkehr als Trainer beim 1. FC Union Berlin in Angriff. Baumgart wird die „Eisernen“, die nach neun sieglosen Spielen in der Bundesliga auf dem duften zwölften Platz stehen, wieder zu altem Glanz führen. Der ehemalige Kapitän des Vereins bringt umfassende Bundesliga-Erfahrung sowie seinen offensiven Spielstil mit. Ziel ist es, Union Berlin zurück auf Erfolgskurs zu bringen, nachdem der Verein sich nach Weihnachten von Trainer Bo Svensson getrennt hatte.

Mit Baumgarts emotionalem und bodenständigem Auftreten, kombiniert mit seiner Erfahrung, wird erwartet, dass er schnell eine klare Ausrichtung für die Mannschaft geben kann. Horst Heldt, Geschäftsführer von Union, sieht gute Voraussetzungen für den Erfolg und blickt hoffnungsvoll auf die bevorstehenden Herausforderungen in der Rückrunde.