Die Stadt Berlin zeigt Anzeichen eines bemerkenswerten Rückgangs in der Popularität als Reiseziel, während andere europäische Städte wie London und Paris weiterhin an Beliebtheit gewinnen. Laut einem aktuellen Bericht von inFranken verzeichnete Berlin in den letzten Jahren drastische Veränderungen im Tourismussegment. Vor zehn Jahren noch unter den Top Drei der meistverkauften Reiseführer „Marco Polo“, fiel die Stadt 2024 nicht mehr in die Top Ten der gleichen Reihe.

Die Verkaufszahlen von Reiseführern zeigen einen klaren Trend: Während Wien 2023 von Rang neun auf Platz zwei kletterte, verblassen die einstigen Reise-Hotspots Berlin, Barcelona und Hamburg vor neuen Favoriten wie Kreta und Lissabon. Trotz eines Anstiegs der Übernachtungen im Gastgewerbe von über 30 Millionen in 2023, sind die Zahlen noch nicht genug, um die Attraktivität Berlins signifikant zu steigern. In 2019 zählte die Stadt rund 14 Millionen Touristen, doch 2023 waren es nur etwa 12,7 Millionen, was einen Rückgang dokumentiert.

Aktuelle Tourismusstatistiken

rbb24 berichtete. Der internationale Anteil der Reisenden stieg auf etwa 42 Prozent, was einen signifikanten Anstieg im Vergleich zu vorherigen Jahren darstellt. Besondere Beachtung fanden die Gäste aus Großbritannien, den USA und den Niederlanden, die die höchsten Übernachtungszahlen belegten.

  • Großbritannien: 1,4 Millionen Übernachtungen
  • USA: 1,3 Millionen Übernachtungen
  • Niederlande: 930.000 Übernachtungen

Das Durchschnittsalter der Besucher in Berlin liegt bei 40,3 Jahren, was jünger ist als der bundesweite Durchschnitt von 44 Jahren. Mit dem Blick auf die kommenden Jahre äußerte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey Zuversicht für die Entwicklung des Tourismus in 2025, insbesondere in Anbetracht geplanter Großereignisse wie der Tech-Messe Gitex Europe und NFL-Footballspielen in der Stadt.

Herausforderungen für Berlin

Die Probleme, denen sich Berlin gegenübersieht, sind jedoch nicht zu übersehen. Der Flughafen BER kann nicht mit dem Passagieraufkommen vor der Pandemie mithalten, und die Stadt gilt im deutschsprachigen Raum oft als umstritten und weniger sympathisch. Laut einer Yougov-Umfrage sind Berlin und Köln die am wenigsten gemochten Städte Deutschlands. Im Gegensatz dazu wird Hamburg als die sympathischste Millionenstadt angesehen, gefolgt von München und Wien.

Die aktuelle Lage des Berliner Tourismus wird auch in der umfassenden Tourismusanalyse verfolgt, die wichtige Erkenntnisse über Reiseverhalten und Trends zusammenstellt. Diese Berichte sind entscheidend, um die Herausforderungen und Chancen zu verstehen, die den Tourismus in der Stadt prägen. Die Statistiken und Auswertungen zeigen deutlich, dass Berlin trotz aller Schwierigkeiten als Magnet für Kultur- und Städtereisen weiterhin bestehen bleibt, jedoch vor der Herausforderung steht, wieder mehr internationale Aufmerksamkeit zu gewinnen.