Am Donnerstag und Freitag, den 13. und 14. Februar 2025, stehen zahlreiche Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Berlin im Streik. Diese aufgerufen von der Gewerkschaft Verdi soll vor der nächsten Verhandlungsrunde am 17. und 18. Februar die Arbeitgeber unter Druck setzen. Die Streikmaßnahmen betreffen mehrere wichtige Bereiche, darunter die Berliner Stadtreinigung (BSR), die Berliner Bäderbetriebe, die Berliner Wasserbetriebe, Jobcenter, das Studierendenwerk und Kliniken, wie t-online.de berichtet.

Besonders empfindlich wird der Warnstreik die Berliner Stadtreinigung treffen. Dort sind umfassende Einschränkungen bei der Müllabfuhr zu erwarten, einschließlich der Abholung von Sperrmüll und der Teilung der Straßenreinigung. Auch das Recyclingzentrum und die Müllheizkraftwerke sind betroffen, während die öffentlichen Mülltonnen in der Stadt möglicherweise nicht geleert werden. Die Berliner Wasserbetriebe haben Notfallpläne erstellt, um die Wasserversorgung und Abwasserreinigung aufrechtzuerhalten.

Folgen für Kliniken und Bäder

An der Charité dürften planbare, nicht dringende Eingriffe verschoben werden, während akute Operationen weiterhin stattfinden. Die Vivantes-Kliniken haben noch keine genauen Informationen zu den Auswirkungen des Streiks veröffentlicht, jedoch wird keine Schließung von Stationen oder Bereichen geplant. In den Berliner Bäderbetrieben könnten einige Bäder verspätet oder gar nicht öffnen, was die Freizeitgestaltung vieler Bürger beeinträchtigen dürfte.

Das Studierendenwerk Berlin berichtet ebenfalls von möglichen Einschränkungen in einzelnen Kindertagesstätten, während die Mensen regulär geöffnet bleiben sollen. Im Gegensatz dazu werden die Jobcenter voraussichtlich kaum vom Streik betroffen sein, da sie normal geöffnet sind.

Politische Unterstützung und Forderungen

Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund fordern bundesweit acht Prozent mehr Gehalt oder mindestens 350 Euro mehr pro Monat. Des Weiteren stehen höhere Zuschläge für belastende Tätigkeiten, wie sie insbesondere in Pflegeberufen erforderlich sind, im Forderungskatalog. Verdi hat in einer Erklärung deutlich gemacht, dass mehr als 2,5 Millionen Menschen von diesen Streiks betroffen sein könnten, darunter auch viele in der Erziehung, Müllabfuhr und Pflege, wie rbb24.de ergänzt.

Ein Demonstrationszug ist am Donnerstag vom Bundesfinanzministerium zur Geschäftsstelle der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände in Berlin-Mitte geplant, während am Freitag eine Kundgebung in der Columbiahalle in Tempelhof stattfinden wird, bei der zahlreiche Politiker verschiedener Parteien teilnehmen werden. Diese Solidarität unterstreicht die Relevanz der Forderungen, die im Vorfeld der Tarifverhandlungen laut geworden sind.

Gewerkschaftschef Frank Werneke hat vor großen Streiks gewarnt, sollte es kein „gutes Angebot“ von den Arbeitgebern geben, und hat betont, dass die Verhandlungen zur Erhebung der Gehaltsforderungen in der aktuellen politischen Lage vor der Bundestagswahl besonders kritisch sind, da die Wahl geordnet und ungestört ablaufen soll. Die Gesamtlage im öffentlichen Dienst ist angespannt, und die Beschäftigten sind zunehmend unzufrieden über unbesetzte Stellen und Personalknappheit, wie n-tv.de berichtet.