Die Startup-Szene in Europa erlebt einen bemerkenswerten Aufschwung, der durch die kürzlich veröffentlichte Rangliste „Europe’s Leading Start-Up Hubs“ von Statista, in Zusammenarbeit mit der Financial Times und Sifted, untermauert wird. Laut FU Berlin wurde der Gründungsservice Science & Startups, ein Gemeinschaftsprojekt der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin in Kooperation mit der Charité, unter die Top 20 der führenden Startup-Hubs in Europa gewählt. Dies verdeutlicht die wachsende Bedeutung von Innovationszentren in der Hauptstadt.

Über einen Zeitraum von mehreren Jahren wurden 250 Programme aus 28 Ländern bewertet, wobei mehr als 4.300 Alumni, die zwischen 2018 und 2023 an diesen Programmen teilnahmen, befragt wurden. Die Bewertung umfasste verschiedene Aspekte wie Mentoring, Infrastruktur, rechtliche Unterstützung und Finanzierung.

Wachstum und Innovation durch Science & Startups

Science & Startups hat in den letzten Jahren über 2.600 Gründer*innen unterstützt und mehr als 1.600 Startups ins Leben gerufen. Diese Initiativen führten im Jahr 2023 zu einer Gesamtinvestitionssumme von rund 15 Millionen Euro und sind verantwortlich für die Schaffung von etwa 190.000 neuen Arbeitsplätzen. Die Gesamtbewertung dieser gegründeten Unternehmen wird auf rund 81 Millionen Euro geschätzt. Die Vision von Science & Startups ist es, bis 2030 ein führendes Ökosystem für forschungs- und wissenschaftsbasierte Gründungen in Europa zu etablieren.

Die Partner von Science & Startups arbeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis, was eine Plattform für die Entwicklung bahnbrechender Technologien und Geschäftsmodelle schafft. Dabei liegt der Fokus auf Themen wie nachhaltiges Geschäft, soziale Wirtschaft, digitale Lösungen und Medizintechnologie. Die Kombination aus wissenschaftlicher Expertise und technologischer Innovation trägt dazu bei, interdisziplinäre Lösungen für zukünftige Herausforderungen zu entwickeln.

Herausforderungen und Chancen in der europäischen Startup-Landschaft

Die europäische Startup-Landschaft steht jedoch vor Herausforderungen, wie der Bericht „Beyond Fragmentation“ des StepUp Startups-Projekts aufzeigt. Dieser Bericht hebt die Fragmentierung des europäischen Marktes hervor, die für Startups Hemmnisse bei der grenzüberschreitenden Expansion und bei der Beschaffung von Talenten und Finanzmitteln verursacht. Die Komplexität der Rechtsvorschriften und der ungleiche Zugang zu Risikokapital zwischen West- und Osteuropa sind weitere Punkte, die junge Unternehmen belasten.

  • Einrichtung eines paneuropäischen Startup-Rahmens zur Harmonisierung von Vorschriften
  • Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für regulatorische Anfragen
  • Einführung eines Steueranreizsystems zur Förderung grenzüberschreitender Investitionen
  • EU-weites Startup-Talent-Visumprogramm zur Anwerbung hochqualifizierter Arbeitskräfte

Die initiativen zur Rückkehr von Fachkräften und die Bedeutung digitaler Plattformen zur Förderung der Konnektivität zwischen Ökosystemen sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas im globalen Markt zu sichern. Die Empfehlungen des Berichts zielen darauf ab, ein dynamisches, vernetztes Startup-Netzwerk in Europa zu schaffen, das sowohl Innovationskraft als auch wirtschaftliches Wachstum fördert. Berlin hat sich dabei als ein führendes Zentrum der europäischen Startup-Szene etabliert und zieht talentierte Gründerinnen und Gründer aus aller Welt an.

Die Stadt hat mit Programmen wie dem Berliner Startup-Stipendium auch die Unterstützung des Landes für das innovative Ökosystem in den letzten Jahren gestärkt. So bleibt Berlin nicht nur ein Schrittmacher für technologische Neuerungen, sondern auch ein Anziehungspunkt für internationale Teams, die die Zukunft der Startup-Szene mitgestalten möchten.