Thomas Tuchel ist neuer Trainer der englischen Nationalmannschaft und wird heute, am 20. März 2025, sein Debüt gegen Albanien im Wembley-Stadion geben. Tuchel betont, dass die Mannschaft ohne Angst vor Misserfolg spielen soll. Er fordert die Spieler auf, mit Lust auf den Sieg, nicht aus Angst vor Niederlagen, auf das Feld zu gehen. In seinen vorbereitenden Kommentaren kündigte Tuchel an, dass die Furcht vor dem Ausscheiden während der Fußball-EM 2024 den „Hunger zu gewinnen“ überdeckt hatte. Seine Philosophie setzt auf Begeisterung und den Willen zu gewinnen, selbst wenn Rückschläge Teil des Sports sind.

Mit Vorfreude sieht Tuchel seinem ersten Spiel entgegen, in dem voraussichtlich 90.000 Zuschauer im Wembley-Stadion erwartet werden. Trotz seiner umfangreichen Erfahrung als Trainer gesteht er, dass er etwas nervös ist. Harry Kane, Kapitän der englischen Nationalmannschaft, hat Tuchel für seine Energie und Leidenschaft gelobt und angedeutet, dass dies einer der Gründe war, warum er zu Bayern München wechselte. Diese positive Dynamik zwischen Trainer und Spielern deutet auf eine vielversprechende Zukunft für die Three Lions hin.

Sportpsychologie im Fußball

Während Tuchel die mentale Bereitschaft seiner Spieler in den Mittelpunkt stellt, ist das Thema Sportpsychologie im Fußball von wachsender Bedeutung. Insbesondere beim FC St. Pauli wird intensiver nach einem Sportpsychologen gesucht, um das Potenzial der Spieler weiter zu entwickeln. Sportchef Uwe Stöver hat das Augenmerk auf diesen Bereich gelegt, nachdem festgestellt wurde, dass es im Trainerstab und bei den Verantwortlichen an Expertise mangelt. Der Verein plant, einen Sportpsychologen zu engagieren, hat jedoch Schwierigkeiten, geeignete Kandidaten zu finden, da der Markt für Sportpsychologen intransparent ist.

Die Herausforderung liegt darin, dass viele Bundesligisten keine Sportpsychologen in Vollzeit beschäftigen. Oft geschieht die sportpsychologische Arbeit außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung. Dennoch ist die Relevanz klar: Ein Sportpsychologe soll helfen, aus individuellen Talenten eine geschlossene Mannschaft zu formen und gleichzeitig eine bestimmte Mentalität zu entwickeln. Bei St. Pauli verfolgt man einen problemorientierten Zugang zur Sportpsychologie, um identifizierte Probleme zu lösen und die Leistung der Spieler zu steigern. Der Bedarf an sportpsychologischem Know-how wird offen kommuniziert, was in der Branche nicht immer selbstverständlich ist.

Die Etablierung von Sportpsychologen im Fußball, insbesondere in der Bundesliga, ist ein fortlaufender Prozess, der noch nicht vollzogen ist. Die Interviewserie „Die Sportpsychologen treffen…“ wird von Jürgen Walter unterstützt, um das Bewusstsein für diese wichtige Disziplin weiter zu fördern. Auch im Kontext von Tuchels Ansätzen könnte eine stärkere Fokussierung auf die mentale Stärke entscheidend für den Erfolg der englischen Nationalmannschaft werden.