Am 9. März 2025 bleibt die Präsidentschaft von Donald Trump durch ihre Unberechenbarkeit gekennzeichnet. Neue Handelskriege mit Kanada, Mexiko, China und der EU prägen die politische Landschaft der USA. Insbesondere die von Trump verhängten Zölle, die am 4. März in Kraft traten, haben internationale Spannungen verschärft. Bei einem Treffen im Weißen Haus am 9. März 2023 mit FIFA-Präsident Gianni Infantino präsentierte dieser Trump die Trophäe der FIFA-Klubweltmeisterschaft, die im Sommer 2023 in den USA stattfinden wird.
Trump zeigte sich interessiert an den Favoriten des Turniers, woraufhin Infantino bekannte Namen wie Real Madrid, Manchester City, Bayern München und Paris Saint-Germain nannte. Das Treffen fand vor dem Hintergrund politischer Auseinandersetzungen statt, die auch die internationalen Beziehungen der USA beeinflussen.
Handelskriege und Zölle
Die Einführung neuer Zölle auf Produkte aus Kanada, Mexiko und China begründet Trump mit der als „nationale Notlage“ bezeichneten Fentanyl-Situation. Experten berichten jedoch von einem Rückgang der Fentanyl-Überdosen. So stellten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) fest, dass die Zahl der Drogenüberdosen von Oktober 2023 bis September 2024 auf etwa 87.000 fiel, was den niedrigsten Stand seit 2020 markiert. Dies geschah trotz Trumps Behauptung, dass Fentanyl in nie dagewesenen Mengen die USA erreicht.
Die neuen Zölle betragen 25% auf fast alle Waren aus Mexiko und Kanada sowie 20% auf Importe aus China. Kritiker warnen, dass diese Maßnahmen die internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Drogenhandels gefährden könnten. Kanadas Premierminister Justin Trudeau hob hervor, dass weniger als 1% des Fentanyls an der US-Grenze aus Kanada stammt, und kündigte seinerseits Gegenmaßnahmen an. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum mobilisierte Truppen an der Grenze, um gegen den Drogenhandel vorzugehen.
Fentanyl und die Opioidkrise
Fentanyl bleibt die Haupttodesursache für Amerikaner im Alter von 18 bis 45 Jahren. Mehr als 111.000 Menschen starben allein im Jahr 2022 an den Folgen von Drogenüberdosierungen, überwiegend verursacht durch Fentanyl. Trump macht Kanada, Mexiko und China für die Epidemie verantwortlich. Die Reaktionen der betroffenen Länder auf die neuen Zölle lassen Zweifel an der Effektivität der US-Politik aufkommen.
Chinesische Unternehmen stehen in der Kritik, Fentanyl-Vorläufer zu produzieren, die für die Synthese von Fentanyl verwendet werden. Obwohl China im Jahr 2019 Fentanyl und dessen Varianten verboten hat, ist die Produktion dieser Vorläuferchemikalien weiterhin problematisch. Etwa 80% der Personen, die mit Fentanyl an der Grenze erwischt wurden, sind Amerikaner, was die Komplexität des Problems unterstreicht.
Angesichts der positiven Entwicklungen bei den Überdosen in den USA, die Experten auf die Strafverfolgungsmaßnahmen der Biden-Administration und die Verfügbarkeit von Naloxon zurückführen, könnte sich die Politik Trumps als kontraproduktiv erweisen. Insbesondere Trudeau plant die Ernennung eines „Fentanyl-Zaren“, um Maßnahmen zur Bekämpfung des Drogenhandels zu bündeln und zu intensivieren.
Die von Trump initiierten Handelskriege werfen Fragen auf, wie die international angelegte Zusammenarbeit gegen die Drogenkrise aufrechterhalten werden kann. Da Kanada und Mexiko bereits Vergeltungszölle auf US-Produkte angekündigt haben, bleibt abzuwarten, inwieweit die Beziehungen zwischen diesen Ländern und den USA weiter belastet werden.