In München fanden nach der tragischen Absage des Faschingsumzugs umfassende Aktionen zur Verteilung von Süßigkeiten statt. Die Vereine „Narrhalla“ und „Damische Ritter“ entschieden sich, insgesamt acht Paletten mit rund zwei Tonnen Wurfmaterial aus dem abgesagten Umzug zu verschenken. Diese Maßnahme wurde als Reaktion auf einen verheerenden Anschlag umgesetzt, bei dem eine Mutter und ihre zweijährige Tochter ums Leben kamen, während 37 weitere Personen verletzt wurden, wie tz.de berichtet. Die Absage des Umzugs hat in der Bevölkerung Besorgnis ausgelöst, was sich auch auf das Sicherheitsgefühl der Menschen auswirkt.
Matthias Stolz von der Faschingsgesellschaft Narrhalla äußerte, dass die Süßigkeiten nicht ungenutzt bleiben sollten. Über 5.000 Vorschläge für geeignete Empfänger seien nach Aufrufen in den lokalen Medien eingegangen. Die Süßigkeiten werden nun an gemeinnützige Vereine, soziale Einrichtungen, Obdachlose sowie Kinder mit Behinderungen und Seniorenstammtische verteilt, um in schwierigen Zeiten ein Stück Freude zu spenden. Dies wird ebenfalls von sueddeutsche.de bestätigt.
Verteilung der Süßigkeiten
Die beiden Vereine gaben rund 8.500 Euro für die Süßigkeiten aus, unterstützt durch Spenden von Süßwarenherstellern. Ab Freitag wurden die Süßigkeiten an die ausgewählten Einrichtungen verteilt; kleinere Mengen konnten sogar direkt am Sonntag im Lager abgeholt werden. Der große Einsatz der Vereine zeigt, wie trotz tragischer Umstände Gemeinschaftssinn und Unterstützung für Bedürftige im Vordergrund stehen.
Die Absage des Faschingsumzugs ist nicht ein isolierter Vorfall. In den letzten Monaten gab es mehrere Anschläge in verschiedenen Städten, darunter Messerangriffe, die zu einem allgemeinen Eindruck einer erhöhten Sicherheitslage führten. Die Sicherheitsmaßnahmen bei Großveranstaltungen, wie sie oft im Faschingswochenende Anfang März in Bayern erwartet werden, wurden verstärkt. Während der Faschingsaufzüge strömten in der Vergangenheit Hunderttausende von Menschen auf die Straßen, was die Implementierung effektiver Sicherheitskonzepte notwendig machte, wie br.de beschreibt.
Die Sicherheit bei Großveranstaltungen
Die Sicherheitslage ist in Bayern insgesamt positiv, trotz jüngster Vorfälle, die das subjektive Sicherheitsgefühl beeinträchtigen. Thorsten Grimm von der Deutschen Polizeigewerkschaft weist auf die Diskrepanz zwischen objektiven Sicherheitszahlen und dem empfundenden Risiko hin. Einige Faschingszüge, wie der in Aschaffenburg, wurden abgesagt, um die Einsatzkräfte zu entlasten und mögliche Gefahren zu minimieren.
Für den Würzburger Faschingszug wurden umfassende Sicherheitsmaßnahmen geplant, darunter mobile Wachen und Sperren, um den Anfahrtsschutz zu gewährleisten. Die Stadt Würzburg hat zudem ihr Sicherheitsbudget mehr als verdoppelt, um die Veranstaltung weiter abzusichern. Trotz dieser Vorkehrungen bleibt die Debatte über die Sicherheit großer Menschenmengen in den Medien präsent.