Die Initiative „Tutzing hilft im Mittelmeer“ hat in den letzten Jahren kontinuierlich Spenden gesammelt, um die Situation von Geflüchteten im Mittelmeerraum zu verbessern. Claudia Steinke, Vorsitzende des Ökumenischen Unterstützerkreises, erhielt kürzlich einen symbolischen Scheck über 5000 Euro vom Lions Club Starnberger See-Buzentaurus, wie Merkur berichtete. Diese Aktion geht mittlerweile ins fünfte Jahr, trotz eines signifikanten Rückgangs der Spendenbereitschaft.
Seit dem ersten Spendenaufruf Ende 2020 wurden insgesamt rund 180.000 Euro gesammelt. Diese Gelder fließen in verschiedene Projekte, darunter Seenotrettung, Bildungsangebote und medizinische Hilfe in Flüchtlingslagern auf Lesbos sowie an der türkischen Küste. Ein dramatischer Rückgang ist jedoch zu verzeichnen: Während im ersten Jahr noch 76.000 Euro gesammelt wurden, waren es im letzten Jahr nur noch etwa 22.000 Euro. Der Unterstützerkreis hat inzwischen sein Büro in der neuen Geflüchtetenunterkunft Benedictus-Hof bezogen, die 144 Plätze bietet, deren Belegung jedoch noch unklar ist. Ehrenamtliche planen medizinische Sprechstunden, Deutschunterricht und Malstunden für Kinder.
Herausforderungen und geplante Veranstaltungen
Trotz der Herausforderungen gibt es Bedenken hinsichtlich einer möglichen Kürzung staatlicher Gelder für Integrationskurse. Eine Informationsveranstaltung zur Spendenaktion findet am 30. Januar um 19:30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus statt. Zudem sind Benefizveranstaltungen zur Generierung weiterer Spenden geplant. So wird am 4. Februar eine Lesung mit Hubertus Meyer-Burckhardt und am 17. Februar eine Lesung mit Dr. Uwe Wittstock stattfinden.
Insgesamt, wie Tutzing hilft darlegt, wurden in der Spendenaktion „Tutzing hilft im Mittelmeer“, die seit drei Jahren besteht, bisher 158.539 Euro gesammelt. Die Gelder wurden an verschiedene kleine NGOs auf Lesbos, an der türkischen Küste und an die Seenotrettung überwiesen. Diese Organisationen leisten unverzichtbare Hilfe in Flüchtlingslagern und bieten Perspektiven für die Geflüchteten, sehen sich jedoch zunehmend finanziellen Herausforderungen gegenüber. Bürgermeister Ludwig Horn unterstützt die Initiative und ruft die Bevölkerung zur Mithilfe und Spende auf.