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SPD fordert bayernweiten Wassercents zur Bewältigung der Wasserknappheit

Der neue Ansatz im Umgang mit Wasser: Ein Wassercent für Bayern

Bei den Haushaltsberatungen im Bayerischen Landtag am heutigen Tag steht die Forderung der SPD nach einem bayernweiten Wassercents im Fokus. Angesichts der steigenden Bedeutung von Wasser aufgrund des Klimawandels und Trockenperioden soll eine neue Herangehensweise an die Ressource Wasser etabliert werden. Die SPD argumentiert, dass ein Wassercent dazu beitragen würde, die wachsende Knappheit besser zu reflektieren und das Bewusstsein für den Wert des Wassers zu stärken.

Die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Anna Rasehorn, betont die Notwendigkeit eines umweltökonomischen Ansatzes im Umgang mit Wasser. Durch die Einführung eines Wasserentnahmeentgelts, das sowohl für gewerbliche als auch private Zwecke gelten würde, könne eine effektivere Nutzung und Schutz der Wasserressourcen im Freistaat erreicht werden. Zudem sollen Maßnahmen zur Wasserrückhaltung in urbanen und ländlichen Gebieten ergriffen werden, wie die Entsiegelung und Begrünung von Städten und die Renaturierung von Mooren in ländlichen Regionen.

Die SPD plant differenzierte Entgelthöhen für die Wasserentnahme je nach Verwendungszweck. Für gewerbliche Zwecke könnte eine Entgelthöhe von 2 Cent pro Kubikmeter Oberflächenwasser, 8 Cent pro Kubikmeter oberflächennahem Grundwasser und 1 Euro pro Kubikmeter besonders schützenswertem Tiefengrundwasser anfallen. Die Erlöse aus dem Wassercents sollen ausschließlich dem vorsorgenden Wasserschutz sowie dem Bau und der Sanierung der Wasserinfrastruktur zugutekommen. Dieser Vorschlag wird im Rahmen der laufenden Haushaltsberatungen im Landtag diskutiert.

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Lebt in Rügen und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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