Ein Fahrgastschiff unter maltesischer Flagge hat heute in Berching, Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, erhebliche Schäden verursacht, als es gegen eine Straßenbrücke prallte. Laut Angaben der Polizei beläuft sich der Schaden auf etwa 200.000 Euro, jedoch gab es keine Verletzten zu beklagen. Die Untersuchung des Vorfalls ergab, dass der Schiffsführer versäumt hatte, das Steuerhaus vor der Brücke abzusenken. Das Dach des Steuerhauses wurde dabei vollständig abgerissen und nach hinten geschoben, allerdings befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls niemand im Steuerhaus.
Das 135 Meter lange Schiff konnte flussaufwärts in einer Schleuse festgemacht werden. Derzeit wird geprüft, ob das Schiff weiterhin funktionsfähig ist. Insgesamt blieben 133 Passagiere und 56 Besatzungsmitglieder vorerst an Bord des Schiffes. Die Brücke selbst blieb glücklicherweise unbeschädigt, was die Situation entschärft.
Frühere Vorfälle in der Region
<pDieser Vorfall kommt nicht ohne einen düsteren Vorgeschmack, angesichts eines anderen tragischen Ereignisses im Main-Donau-Kanal, das sich am 3. Dezember 2022 ereignete. Während eines Hilfeleistungseinsatzes entdeckten Einsatzkräfte ein versunkenes Auto in der Nähe von Berching. Im Fahrzeug wurde eine Leiche gefunden, die höchstwahrscheinlich zu einem seit einer Woche vermissten 81-Jährigen gehörte. Die Polizei hatte intensiv nach dem Mann gesucht, doch nach der Entdeckung der Leiche wurde die Vermisstenmeldung zurückgezogen.
Die Ermittlungen dazu, inklusive der Identifizierung der Leiche, werden von der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg geführt. Derzeit gibt es jedoch keine Hinweise auf eine Straftat oder einen Zusammenhang mit der Schiffshavarie von heute. Zudem wird an zwei weiteren vermissten Fällen in Bayern gearbeitet, darunter das Verschwinden einer 16-Jährigen aus Franken sowie einer 18-Jährigen aus Würzburg.
Untersuchungen zur Schiffshavarie
Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) wird in Zukunft klären, welche Umstände und Ursachen zu der Havarie des Fahrgastschiffes geführt haben. Die BSU ist eine Bundesoberbehörde, die im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) tätig ist. Sie untersucht weltweit alle Arten von Seeunfällen, die deutsche Schiffe betreffen. Ihr Ziel ist es, durch unabhängige Untersuchungen Leben zu schützen und zukünftige Unfälle zu verhindern. Es wird betont, dass diese Untersuchungen nicht der Feststellung von Verschulden, Haftung oder Ansprüchen dienen.
Die Tragweite dieser Vorfälle in Berching wirft Fragen zu den Sicherheitsvorkehrungen und dem Training von Schiffsführern auf. Während der Sicherheitsstatus des Fahrgastschiffes derzeit in der Schwebe bleibt, bleibt die Gemeinschaft besorgt über die jüngsten Ereignisse in dieser Region.
Für kontinuierliche Updates über die Entwicklungen im Berchinger Vorfall und den laufenden Ermittlungen, besuchen Sie bitte die Plattformen von PNP, Merkur und BSU.