Am 4. März 2025 blicken mehr als 59 Millionen wahlberechtigte Deutsche gespannt auf den bevorstehenden Wahltag, um einen neuen Bundestag zu wählen. Laut Tag24 wird die Wahl von OSZE-Beobachtern begleitet, um den demokratischen Prozess zu sichern.

Wahllokale öffnen von 8 Uhr bis 18 Uhr. Die Umfragen zeigen, dass die Union unter der Führung von Kanzlerkandidat Friedrich Merz derzeit als stärkste Kraft gilt, gefolgt von der AfD, der SPD, den Grünen und der Linken. Besonders im Fokus stehen die kleineren Parteien, wie die FDP, die Linke und die BSW, deren Eintritt ins Parlament derzeit ungewiss ist. Eine Umfrage zeigt, dass etwa 20 Prozent der Wähler noch unentschieden sind.

Politische Wette auf Koalitionen

Die Regierungsbildung nach der Wahl könnte sich als schwierig erweisen, da möglicherweise Wochen oder sogar Monate ins Land gehen, bis eine neue Regierung steht. Die derzeitige Regierung wird geschäftsführend im Amt bleiben, bis eine Einigung erzielt wird, berichten Tagesschau.

Union und SPD haben bereits erklärt, dass sie Milliarden-Kredite ermöglichen wollen. Merz plant eine Zweierkoalition mit entweder der SPD oder den Grünen, während CSU-Chef Söder eine Zusammenarbeit mit den Grünen ablehnt. Merz schließt Koalitionsgespräche mit der AfD kategorisch aus, was die Wahldynamik erheblich beeinflusst.

Die Position der Kandidaten

Olaf Scholz (SPD) zeigt sich optimistisch und ist zuversichtlich, die Zweitstimmen im Vergleich zu den Umfragen steigern zu können. Er hat angekündigt, klare Ansagen machen zu wollen, um die Kommunikation zu verbessern. Merz sieht die Ampelregierung als bald Geschichte. Seine Aussagen sind jedoch nicht unumstritten; er erhält Kritik für polarisierende Äußerungen zu Demonstrationen.

Die Umkämpftheit der Wahlen wird auch durch die Warnung der deutschen Sicherheitsbehörden vor Fake-Videos über angebliche Wahlmanipulationen verstärkt. Diese scheinen Teil einer russischen Desinformationskampagne zu sein, die bereits in der Vergangenheit für Aufregung sorgte.

Koalitionsszenarien vor der Wahl

Der politische Kontext ist geprägt von Unsicherheiten über mögliche Koalitionen. Bei einem Einzug aller kleinen Parteien könnte eine Zweierkoalition zwischen Union und SPD oder Grünen unwahrscheinlich werden. Szenarien, die nur einen oder keinen Eintritt kleiner Parteien vorsehen, könnten jedoch eine schwarz-rot-grüne oder schwarz-rot-gelbe Koalition ermöglichen, je nach Zusammensetzung des neuen Bundestags und der Verhandlungsbereitschaft der Parteien, wie auf br.de dargestellt.

Wie sich die politische Landschaft nach den Wahlen darstellen wird, bleibt abzuwarten. Angesichts der Umfragen könnte eine Koalitionsbildung aufgrund der Anteile der kleineren Parteien entscheidend sein. Die Auszählung der Stimmen und die Bekanntgabe der Hochrechnungen werden am Wahlabend nach Schließung der Wahllokale erfolgen.