Barbara Dunst, die österreichische Nationalspielerin und eine der besten Fußballerinnen des Landes, wird im Sommer 2025 vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt zum FC Bayern München wechseln. Dunst, die in den letzten sechs Jahren für Frankfurt aktiv war, hat sich in dieser Zeit als entscheidende Spielerin des Vereins etabliert. In insgesamt 147 Pflichtspielen erzielte sie 25 Tore und wurde sowohl einmal in diesem Jahr als auch im Vorjahr zur „Fußballerin des Jahres“ gekürt. Der Vertrag mit Bayern München läuft bis 2028, und die Bayern-Direktorin Bianca Rech beschreibt sie als „komplette Spielerin“, die im Mittelfeld flexibel einsetzbar ist und große Torgefahr ausstrahlt. Dies könnte angesichts der zunehmenden Bedeutung des Frauenfußballs nicht relevanter sein, besonders nachdem die deutsche Frauennationalmannschaft Erfolge bei der Europameisterschaft verzeichnen konnte.
Die 27-jährige Dunst ist aktuell jedoch mit den Herausforderungen einer Verletzung konfrontiert, nachdem sie im EM-Play-off-Rückspiel gegen Polen Anfang Dezember einen Kreuzbandriss erlitt. Diese Art von Verletzung ist bei weiblichen Athleten häufig und wird durch biologische Unterschiede wie Größe und Hormonhaushalt begünstigt. Statistiken zeigen, dass Frauen ein drei- bis sechsfach höheres Risiko für Kreuzbandverletzungen haben, insbesondere bei sogenannten „non-contact“ Verletzungen. Dunst nutzt ihre Auszeichnung als Motivation, um sich in der Rehabilitation zu stärken und ist entschlossen, im Jahr 2025 zurückzukommen, wie sie selbst äußerte.
Wichtige Auszeichnungen und Anerkennungen
Dunst wurde nicht nur zur „Fußballerin des Jahres“ ernannt, sondern erhielt auch bei der Bruna-Gala die Auszeichnung zur Legionärin der Saison. Ihr Cheftrainer bei Eintracht Frankfurt, Niko Arnautis, gratulierte ihr und betonte, dass diese Anerkennung ein Zeichen ihrer herausragenden Leistungen ist und dass ihr Ausfall schwer zu kompensieren sein wird. Ihre 87 Länderspiele für die österreichische Nationalmannschaft unterstreichen ihre Bedeutung sowohl im Verein als auch für die Nationalelf, wo sie als Leistungsträgerin gilt.
Die sportmedizinischen Erkenntnisse über Verletzungsrisiken bei weiblichen Athleten sind in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus gerückt. Laut aktuellen Studien müssen Präventionsstrategien speziell auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten werden. Neben den biologischen Faktoren wie dem Menstruationszyklus, der die Zugfestigkeit des Kreuzbandes beeinflussen kann, sind auch der Einfluss von Training und Wettkampf auf die Verletzungsanfälligkeit von Bedeutung. Die Bundesliga hat in diesem Zusammenhang Initiativen wie die „Performance Days“ ins Leben gerufen, um die medizinische Betreuung und biomechanische Untersuchungen für weibliche Athleten zu verbessern.
Barbara Dunst steht also nicht nur vor einem sportlichen Neuanfang beim FC Bayern München, sondern auch vor der Herausforderung, ihre Gesundheit zu rekonstruieren und den anhaltenden Druck des Leistungssports zu bewältigen. Ihre Rückkehr auf das Spielfeld wird mit Spannung erwartet, da sie eine der Hoffnungen für die Zukunft des österreichischen Frauenfußballs darstellt.
Für weitere Informationen zu Dunsts Wechsel und ihrer Verletzungsrehabilitation, besuchen Sie die entsprechenden Berichte bei PNP, Eintracht und Sportärztezeitung.