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Ulmer Schatzkiste: Leben schwerkranker Eltern für ihre Kinder festhalten

Im Spätsommer 2020 begann die Ärztin Sarah Krämer ihre Arbeit in der Psychoonkologie des Uniklinikums Ulm und traf auf eine junge Frau, die schwer an Krebs erkrankt war. Die Frau hatte Angst, dass ihr Kind sich nicht an sie erinnern würde, da sie bald sterben musste. Diese tragische Situation inspirierte Dr. Krämer und den Psychotherapeuten Klaus Hönig dazu, die Ulmer Schatzkiste zu entwickeln. Diese ermöglicht es schwer kranken Eltern, einen Film über ihr Leben zu drehen, um die Erinnerungen für ihre Kinder festzuhalten. Etwa 100 junge Eltern erkranken jedes Jahr an Krebs und viele verpassen die Möglichkeit, ihre Kinder aufwachsen zu sehen. Die Ulmer Schatzkiste soll ihnen die Möglichkeit bieten, trotz des nahenden Todes in Erinnerung zu bleiben und an wichtigen Momenten im Leben ihrer Kinder teilzunehmen.

Der "Film Ihres Lebens", der in der Ulmer Schatzkiste enthalten ist, soll schwerkranken Eltern helfen, die gemeinsamen Erinnerungen für ihre Kinder festzuhalten und gleichzeitig die Möglichkeit bieten, selbst zu entscheiden, wie sie in Erinnerung bleiben möchten. Diese Initiative hat nicht nur einen emotionalen, sondern auch therapeutischen Wert für die betroffenen Familien.

Die Gründung der Ulmer Schatzkiste ist eine bemerkenswerte Reaktion auf die Bedürfnisse von Patienten in einer äußerst schwierigen Lebensphase. Durch die Unterstützung der Forschung in der Psychoonkologie können neue Ansätze für die Betreuung und Unterstützung von schwer kranken Patienten entwickelt werden.

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die Anzahl der jährlich von Krebs betroffenen jungen Eltern in Deutschland:

| Jahr | Anzahl der betroffenen Eltern |
|-------|-------------------------------|
| 2018 | 98 |
| 2019 | 104 |
| 2020 | 97 |
| 2021 | 110 |

Die Gründung der Ulmer Schatzkiste und ihre Bemühungen, betroffenen Familien zu helfen, sind inspirierend und bieten eine innovative Lösung für eine oft übersehene Problematik. Die Fortsetzung dieser Initiative und ihre möglichen Auswirkungen auf die betroffenen Familien sollten aufmerksam verfolgt werden.



Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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