Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich vor dem Länderspiel gegen Italien zur Kadernominierung und der Rückkehr von Leon Goretzka geäußert. Goretzka, der Mittelfeldspieler des FC Bayern, kehrt nach über einem Jahr, in dem er die Nationalmannschaft wegen einer Nicht-Nominierung zur Heim-Europameisterschaft 2024 verpasst hat, zurück ins DFB-Team. Nagelsmann erklärt, dass die Entscheidung, Goretzka nicht für das Turnier zu nominieren, für den Spieler einen schweren Schlag darstellte. In einem offenen Gespräch im vergangenen Sommer konnten sie jedoch einen gemeinsamen Nenner finden, um Missverständnisse auszuräumen.
Nagelsmann hebt hervor, dass Goretzka in letzter Zeit gute Leistungen bei Bayern gezeigt hat und sich seinen Platz in der Startelf gegen Italien zurückerobert hat. „Es ist immer enttäuschend, nicht dabei zu sein, aber solche Entscheidungen sind für mich als Trainer schwierig“, so Nagelsmann. Er beschreibt Goretzka als „herzensguten Menschen“ und betont, dass seine Nicht-Nominierung keine persönliche Entscheidung war, sondern auf Leistungsgründen basierte. Details des Gesprächs zwischen den beiden wurden jedoch nicht offengelegt; Nagelsmann möchte keine Interna preisgeben.
Kadernominierung für die Europameisterschaft
Auf einer Pressekonferenz hat Nagelsmann auch den Kader für die bevorstehende Europameisterschaft präsentiert. Der Kader besteht aus 27 Spielern, darunter vier Torhüter. Bis zum 7. Juni muss Nagelsmann noch einen Spieler aus dem Kader streichen. Der FC Bayern stellt mit sechs Spielern die höchste Anzahl im Team, während der VfB Stuttgart mit fünf Akteuren folgt. Die Nominierungen sorgten für geringe Überraschungen, insbesondere die Entscheidung, vier Torhüter in den Kader aufzunehmen, ist diskussionswürdig.
Dennoch zeigt sich Nagelsmann zufrieden mit der Mischung aus erfahrenen Spielern und Neulingen, die er für die EM nominiert hat. „Es wird wichtig sein, positive Stimmung ins Land zu bringen“, hebt er hervor. Unter den Neulingen befindet sich auch Angelo Stiller vom VfB Stuttgart, während Aleksandar Pavlovic und Alexander Nübel ins Team zurückkehren. Niklas Süle und Serge Gnabry fehlen hingegen wegen Verletzungen; Leroy Sané ist nach einer Leistenoperation nicht im Kader, und Antonio Rüdiger ist wegen Regeneration abwesend.
Zukünftige Herausforderungen in der Nations League
Im Rahmen der bevorstehenden Spiele der Nations League hat Nagelsmann nun ebenfalls den Kader bekannt gegeben. Hierbei hat er 23 Spieler berufen. Interessanterweise wurde ein neuer Modus für die Nations League 2024/25 eingeführt, der ein Viertelfinale beinhaltet. Dies bietet den deutschen Spielern die Möglichkeit, sich über die Nations League für die WM-Qualifikation zu qualifizieren. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen findet Ende des Jahres statt, und der Druck auf die DFB-Auswahl steigt.
Ein zentrales Thema ist der Nachfolger für den verletzten Torwart Manuel Neuer, wobei Marc-André ter Stegen und Alexander Nübel als potentielle Kandidaten gehandelt werden. Zu den weiteren Personalkriegen zählen die Nachfolge von Ilkay Gündogan, der seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat, sowie die Kapitänswahl, bei der Joshua Kimmich als Favorit gilt. Auch Jonathan Tah, Antonio Rüdiger und Niclas Füllkrug stehen zur Debatte.
So bleibt abzuwarten, wie sich die DFB-Elf in den kommenden Spielen schlägt und ob sie die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen kann. Die Rückkehr von Goretzka könnte ein entscheidender Faktor dafür sein.
t-online.de berichtet, dass …
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sportschau.de weist darauf hin, dass …