Ein tragischer Skiunfall ereignete sich am Samstagmorgen im Skigebiet Spitzingsee, als ein 62-jähriger Skifahrer aus dem Landkreis Rosenheim tödlich verunglückte. Der Vorfall ereignete sich gegen 8:30 Uhr, als der Mann aus bisher unbekannten Gründen von der Skipiste des Stockhanges abkam und in einen angrenzenden Waldstich stürzte. Dabei zog er sich schwere Kopfverletzungen zu. Trotz umgehender Hilfe durch Ersthelfer und die Bergwachten Schliersee und München verstarb der Mann noch an der Unfallstelle. Die Alpine Einsatzgruppe der Grenzpolizeiinspektion Raubling hat Ermittlungen unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft aufgenommen. Zeugen berichteten, dass es zu dem Unfall ohne Fremdeinwirkung kam und der Skifahrer selbstständig von der Piste abglitt.
Der tragische Vorfall erinnert an einen ähnlichen Vorfall, der sich eine Woche zuvor ereignet hatte, als eine 12-jährige Skifahrerin im Skigebiet St. Johann nach einem Sturz verschwunden war und verletzt in einem Wassergraben gefunden wurde. Diese beiden Unfälle werfen ein Licht auf die potenziellen Gefahren des Skifahrens, auch in beliebten Wintersportgebieten.
Wachsende Unfallzahlen im Wintersport
Die Gefahr von Skiunfällen ist in den letzten Jahren ein immer wiederkehrendes Thema. Die Saison 2023/2024 zeigt, dass die Zahl der verletzten Skifahrer*innen angestiegen ist, mit geschätzten 46.000 bis 48.000 Verletzten. Im Vergleich zur Basis-Saison 1979/80, als die Unfallzahlen deutlich höher waren, ist dies ein Rückgang um 52 Prozent. Allerdings gab es im Vergleich zur Vorsaison einen signifikanten Anstieg der Verletzten.
Das Risiko für stationäre Behandlungen bleibt stabil bei 1,73 pro 1.000 Skifahrer*innen, woraus hervorgeht, dass etwa 7.200 bis 7.300 Skifahrer*innen stationär behandelt werden mussten. Darüber hinaus benötigten 48 Prozent der Verletzten eine Operation. Besonders alarmierend ist der Anstieg des Risikos von Knieverletzungen, das von 2,70 auf 3,01 pro 1.000 Skifahrer*innen gestiegen ist. Es wurde zudem ein Anstieg der Verletzungen im Bereich Schulter/Oberarm festgestellt.
Das Risiko für Kollisionsunfälle steigt ebenfalls, mit einem Anstieg von 1,50 auf 1,73 pro 1.000 Skifahrer*innen. Diese Zahlen sind Teil eines anhaltenden Trends und zeigen, dass Sicherheit auf den Pisten immer wichtiger wird, um die Unfallzahlen zu reduzieren. Expert*innen raten deshalb, auf Sicherheitsmaßnahmen und Vorsicht beim Skifahren zu achten, um ähnliche Tragödien zu vermeiden.