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Studie zeigt: Erosion und Verwitterung beeinflussen die CO2-Bilanz entscheidend!

Eine neue Studie von Geologen der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) hat den Einfluss von Erosion und Verwitterung auf die CO2-Bilanz der Atmosphäre untersucht. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass in Mittelgebirgen mit moderaten Erosionsraten die CO2-Speicherung durch Verwitterung am höchsten ist. Dies steht im Gegensatz zu Hochgebirgen, in denen Gesteine schnell erodieren und weniger CO2 gespeichert wird oder sogar freigesetzt wird.

Die Studie zeigt, dass bei einer Erosionsrate von etwa 0,1 Millimeter pro Jahr ein Optimum für die CO2-Speicherung erreicht wird. Sowohl niedrigere als auch höhere Raten führen dazu, dass durch Verwitterung weniger CO2 gespeichert wird oder sogar mehr CO2 freigesetzt wird. Landschaften mit moderaten Erosionsraten wie der Schwarzwald oder der Bayerische Wald sind daher die größten CO2-Senken.

Um das Klimasystem der Erde genauer zu verstehen, betonen die Forscher die Notwendigkeit, zukünftige Studien auch die organischen Kohlenstoffsenken und die Verwitterung in Überschwemmungsgebieten einzubeziehen.

Die Ergebnisse dieser Studie haben möglicherweise Auswirkungen auf die Klimapolitik und die Landschaftsgestaltung in Gebieten mit unterschiedlichen Erosionsraten. Es könnte dazu führen, dass Mittelgebirge als wichtige CO2-Senken geschützt werden müssen, um die Kohlenstoffbilanz der Atmosphäre zu erhalten. Dies könnte lokale Politik- und Planungsentscheidungen beeinflussen.

In der folgenden Tabelle sind die Erosionsraten und die CO2-Speicherung in verschiedenen Gebieten aufgeführt:

| Gebiet | Erosionsrate (mm pro Jahr) | CO2-Speicherung (% pro Jahr) |
|-----------------|------------------------------|-------------------------------|
| Schwarzwald | 0,1 | Hoch |
| Taiwan | 0,3 | Niedrig |
| Bayerischer Wald| 0,1 | Hoch |

Die Studie von Aaron Bufe und seinem Team liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie Erosion und Verwitterung die CO2-Bilanz beeinflussen und könnte zu weiteren Forschungen auf diesem Gebiet führen.



Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München / ots

Martin Schneider

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