Der Olympiaturm in München bleibt seit neun Monaten geschlossen, um umfassende Sanierungsarbeiten durchzuführen. Die Höhe von 291,28 Metern macht den Olympiaturm zu einem markanten Wahrzeichen der Stadt, das seit seiner Eröffnung im Jahr 1972 bereits rund 45 Millionen Besucher empfangen konnte. Die Stadtwerke München sind für die Sanierung verantwortlich, die sich auf technische Anlagen wie Wasser-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroversorgung sowie Oberflächenarbeiten konzentriert. Darüber hinaus werden die Besucher- und Versorgungs-Aufzüge sowie die Küchentechnik im Turm und im Atriumgebäude erneuert.
Für einen reibungslosen Betriebsablauf nach der Sanierung wird ein neues Fluchtkonzept mit einem automatisierten Leitsystem für Evakuierungen eingeführt. Die Sanierung war unbedingt erforderlich, was auch der Münchner Stadtrat mit seiner Genehmigung für die fast 46 Millionen Euro teuren Maßnahmen unterstrich.
Alternative Attraktion während der Sanierung
Die Schließung des Turms von Mitte 2024 bis Mitte 2026 bedeutet Einschränkungen für die zahlreichen Besucher. Um die Zeit der Renovierung zu überbrücken, wird ein etwa 70 Meter hoher Turm mit Gondeln vor dem Eisstadion aufgestellt, der als alternative Attraktion dient. Der genaue Eröffnungstermin dieser neuen Attraktion steht jedoch noch nicht fest. Die Wiedereröffnung des Olympiaturms in neuem Glanz ist jedoch für das Jahr 2026 geplant.
Die Sanierungsarbeiten umfassen außerdem die Erneuerung von Brandschutz, Aufzügen sowie Strom- und Wasserleitungen. Diese Maßnahmen wurden sogar teilweise aufgrund der European Championships hinausgezögert, um den Turm als Touristenattraktion weiterhin aufrechterhalten zu können.
Geschichte und Bedeutung des Olympiaturms
Der Olympiaturm wurde ursprünglich 1965 nach den Entwürfen von Sebastian Rosenthal geplant, um den Bedarf an einem Fernmeldeturm zu decken. Bei seiner Fertigstellung überragt er die Türme der Frauenkirche fast dreimal und zählt mittlerweile zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Münchens. Mit einem Gewicht von 52.500 Tonnen ist der Turm nicht nur ein architektonisches Wunder, sondern auch ein technisches Meisterwerk. Das Restaurant auf 181 Metern Höhe ermöglicht eine 360-Grad-Rundfahrt in 52 Minuten und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Alpen an klaren Tagen.
Obwohl in den letzten 40 Jahren über 36,8 Millionen Menschen den Turm besuchten, bleibt die Vorfreude auf die Rückkehr der ikonischen Attraktion nach der Sanierung ungebrochen. Der Olympiaturm, der auch technische Einrichtungen und eine Aussichtsplattform beherbergt, wird bald wieder ein Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische sein.
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