Am Montagmorgen, den 3. März 2025, ereignete sich im Kreis Ansbach ein schwerer Fahrradunfall, bei dem eine 28-jährige Radfahrerin verletzt wurde. Der Vorfall trat gegen 7.10 Uhr auf der Kreisstraße Ansbach 4 in der Nähe von Dombühl auf, als eine 37-jährige Fahrerin eines Kleintransporters die Radfahrerin streifte. Durch den Zusammenstoß kam die Radfahrerin zu Fall und zog sich mittelschwere Verletzungen zu, die eine sofortige medizinische Behandlung im Krankenhaus erforderten. Die Fahrerin des Kleintransporters gab an, den Seitenabstand zur Radfahrerin falsch eingeschätzt zu haben und war nach dem Vorfall so geschockt, dass sie ebenfalls ärztliche Hilfe benötigte. Der Sachschaden wurde auf etwa 3000 Euro geschätzt.
Solche Unfälle sind nicht isoliert und reflektieren ein größeres Problem auf Deutschlands Straßen. Eine aktuelle Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) zeigt besorgniserregende Statistiken zu schweren Fahrradunfällen, insbesondere auf Landstraßen. Durchschnittlich verunglücken wöchentlich vier Radfahrer tödlich. Die häufigste Unfallursache sind Zusammenstöße mit Autos, wobei Autofahrer meist für die Unfälle verantwortlich sind. Besonders gefährlich sind Kreuzungen, an denen 68 Prozent der schweren Unfälle geschehen. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit sicherer Radwege und geeigneter Übergänge für Radfahrer.
Unfallhergänge und Sicherheitsmaßnahmen
In München wurde erst kürzlich eine 65-jährige Radfahrerin von einem Lastwagen erfasst und verstarb an der Unfallstelle. Laut Berichten ereignete sich der tödliche Unfall am Freitagnachmittag auf der Kreillerstraße. Der Lkw-Fahrer wechselte die Spur, wobei die Radfahrerin auf einem für Radfahrer markierten roten Fahrstreifen fuhr. Solche Unfälle werfen Fragen zur Sicherheit von Radwegen auf, zumal Autofahrer häufig Überholabstände und Geschwindigkeiten nicht korrekt einschätzen, was zu kritischen Situationen führt.
Kritiker, darunter der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), stellen die Sicherheit solcher Radspuren in Frage, besonders wenn sie zwischen den Fahrspuren für Autos verlaufen. Die Stadt münchen betont, dass der rote Fahrradstreifen für eine bessere Sichtbarkeit sorgten, jedoch zeigen sich viele Radfahrer und Verkehrssicherheitsexperten skeptisch gegenüber der Wirksamkeit dieser Maßnahmen.
Ein Aufruf zur Verbesserung der Sicherheit
Im Lichte dieser Vorfälle appelliert die UDV an die Politik, mehr für die Sicherheit von Radfahrern zu tun. Die Studie stellt fest, dass an vielen Unfallstellen Radwege fehlen oder dass Sichtbehinderungen vorliegen. Nur durch gezielte Maßnahmen wie die Trennung von Autoverkehr und Radwegen sowie der Ausbau bestehender Radwege kann die Sicherheit für Radfahrer langfristig verbessert werden.
Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2023 starben 189 Radfahrer und fast 3000 wurden schwer verletzt. Die Mehrheit dieser Unfälle geschah außerhalb von Städten, was die Notwendigkeit unterstreicht, sowohl sichere Radwege zu schaffen als auch Autofahrer zur Rücksichtnahme zu bewegen.